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17. Dezember 2007

Verzicht kommt nicht in die Tüte!

Die LINKE.Bayern erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten im Einzelhandel, die aktuell für ihre berechtigten Forderungen streiken.

Grund dieser Streikmaßnahme sind die seit Monaten stockenden Tarifverhandlungen im bayerischen Einzelhandel. Vorausgegangen war zuletzt ein Angebot der Unternehmer in NRW, welches für die Streichung der Spätöffnungszuschläge und Kürzung der Nachtzuschläge, eine Entgelterhöhung von  1,7 % mit Nullmonaten in Aussicht stellte. In Bayern liegen bisher nur die Gegenforderungen der Unternehmer ohne ein konkretes Angebot vor. Nach Berechnungen von ver.di bedeutet das „Minus-Angebot“ der Unternehmer in Nordrhein-Westfalen in der Summe 180 € im Monat weniger durch die Streichung der Zuschläge.

In einer Branche, in der es auf der einen Seite immer mehr Milliardäre gibt (Schlecker, die Gebrüder Albrecht, ...) und auf der anderen Seite immer mehr Beschäftigte von ihrem Gehalt nicht mehr leben können, wird es höchste Zeit, dass diese Angriffe abgewiesen werden und endlich wieder Geld in die Taschen der Beschäftigten kommt.

Deshalb unterstützen wir die Forderungen der Streikenden nachdrücklich:

Die Forderungen von ver.di für die Beschäftigten im bayerischen Einzelhandel:

* Erhöhung der Löhne und Gehälter um 125€ im Monat.

* Auszubildende sollen 50€ mehr bekommen.

* Ein Mindesteinkommen von 1.500 € für Vollzeitarbeit.

* Sicherung und Weiterentwicklung der Zuschlagsregelung für unsoziale und familienfeindliche Arbeitszeiten.

* Schutzregelungen für verlässliche und planbare Arbeitszeiten, die Familie und Beruf vereinbaren lassen.

* Regelungen, die das Abrutschen von Beschäftigten in prekäre Beschäftigungsformen wie Leiharbeit und Befristungen verhindern.

* Besserer Schutz vor Überfällen in den Filialen des Einzelhandels.

* Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Arbeitsbedingungen.

Wir werden die Aktionen der Streikenden vor Ort nach unseren Kräften unterstützen und das Motto der Streikenden beherzigen:

Weihnachten steht vor der Tür – wir auch!"