Sahra Wagenknecht: Reichtum ohne Gier - Wie wir uns vor dem Kapitalismus retten

Das neue Buch von Sahra Wagenknecht

»Es ist Zeit, sich vom Kapitalismus abzuwenden«, sagt Sahra Wagenknecht. Denn der Kapitalismus ist längst nicht mehr so innovativ, wie er sich gibt. Bei der Lösung der großen Zukunftsfragen - von einer klimaverträglichen Energiewende bis zu nachhaltiger Kreislaufproduktion - kommen wir seit Jahrzehnten kaum voran. Für die Mehrheit wird das Leben nicht besser, sondern härter.

Es ist Zeit für eine kreative, innovative Wirtschaft mit kleinteiligen Strukturen, mehr Wettbewerb und funktionierenden Märkten, statt eines Wirtschaftsfeudalismus, in dem Leistung immer weniger zählt, Herkunft und Erbe dagegen immer wichtiger werden.

Sahra Wagenknecht fordert
- eine andere Verfassung des Wirtschaftseigentums,
- die Demokratisierung des Zugangs zu Kapital und
- die Entflechtung riesiger Konzerne, deren Macht fairen Wettbewerb und Demokratie zerstört.
- Talent und echte Leistung zu belohnen und Gründer mit guten Ideen ungeachtet ihrer Herkunft zu fördern.

Mit ihrem Buch eröffnet Wagenknecht eine politische Diskussion über neue Eigentumsformen und die vergessenen Ideale der Aufklärung. Sie legt eine scharfsinnige Analyse der bestehenden Wirtschaftsordnung vor und zeigt Schritte in ein demokratisch gestaltetes Gemeinwesen, das niemandem mehr erlaubt, sich zulasten anderer zu bereichern.

Für 19,95 € beim Campus Verlag

Kritik des Familismus

Familismus bezeichnet die weitgehende Identität von Familie und Gesellschaft. Danach bildet das System aller Familien das Gemeinwesen. Familismus ist auch die Überbewertung des familiären Bereichs als Quelle für soziale Kontakte. In familistischen Gesellschaften – dazu gehört die Bundesrepublik Deutschland ─ gilt die Familie als Dreh- und Angelpunkt aller sozialen Organisationen.

Selbst in das in frauenpolitischer Hinsicht fortschrittliche Grundgesetz für die BRD wurde 1949 der Familismus eingeschrieben, indem die Auffassung von der Familie als wichtigster Baustein einer Gesellschaft aufgenommen wurde und somit eine konservative Familienideologie, die Frauen und Männern eindeutige Rollen zuwies und die bis heute wirkt, verfestigt wurde. Erst die neue Frauenbewegung entwickelte Gegenkonzepte, die heute allerdings zu verblassen scheinen. Staatliche Familienpolitik fördert nach wie vor die traditionelle mit Vater, Mutter und Kind(ern) «normalbesetzte» Kleinfamilie in der Kinder erzogen und pflegebedürftige Menschen versorgt werden sollen. Die soziale Realität hat sich längst von diesem ideologischen Gemälde entfernt.

In der Einführung geht es zunächst um eine historische Rekonstruktion exemplarischer Theorien und Praxen, die zu jenem ideologisierten Familienverständnis führen, das auf das «Gemeinwohl» abzielt, faktisch aber alle Menschen ausschließt, die nicht zu einer Familie gehören und Frauen zu rechtlosen Wesen macht. Am Ende steht die Frage, ob es sinnvoll ist, ein kritikwürdiges System weiter auszuweiten, indem sich häufende Zusammenlebensformen durch vom Staat verordnete Gesetze «normalisiert» werden und damit wiederum andere daran gemessen und ausgegrenzt werden, wenn sie sich nicht in die familiale «Ordnung» fügen.

Das Buch kann für 10 € zzgl. Versand beim Schmetterlingsverlag erworben werden.

»Worte des Vorsitzenden Gregor Gysi«

Das Büchlein »Worte des Vorsitzenden Gregor Gysi« ist in der Gestalt der berühmten Mao-Bibel erschienen. Hier stehen die politischen Positionen des demokratischen Sozialisten Gysi aus vielen Jahren aufreibender Arbeit, aus Reden, Interviews, Parteipapieren und Talkrunden, zusammengefasst in zitabler Form und in origineller Aufmachung.

Gysi nimmt, will das Büchlein sagen, die Sache ernst, die Agitation leicht und das Leben und sich selbst locker. Deshalb gibt es in seiner Bibel auch mehr zum Lachen, mehr Überraschendes und Amüsantes als in allen andern Bibeln. Klare Ansagen zu Meinungen und Auftritten seiner Gegner sind dabei nicht ausgeschlossen - 160 Seiten reines Polemik-Vergnügen!

Bestellbar ab sofort im Eulenspiegelverlag.

Kontakt Verlag : Annett Lilie-Büchner, Tel: 030 238091-20, buechner@eulenspiegelverlag.de

Das Hitler-Bild der Deutschen in den letzten 70 Jahren

Mensch, Adolf! 70 Jahre nach seinem Tod ist Hitler allgegenwärtig. Eine Kultfigur der anderen Art. Ein Untoter, mit dem sich deutsche Lebenslügen und Opfermythen verbinden. Einsetzbar im innenpolitischen Streit und in außenpolitischen Strategien. Rolf Rietzler nimmt Hitlers Präsenz nicht nur bei den Nostalgikern wahr, sondern untersucht die Hitler-Manie in allen Teilen der Gesellschaft. Mit scharfzüngigem Furor folgt er dem »Führer« und den Macharten, die in immer neuen Büchern, Filmen und in der Forschung das Bild entstehen ließen, mit dem die Deutschen ihre NS-Vergangenheit zu schönen suchen. In den Medien ist er längst eine Marke. Ob als hassgeliebter Superstar in TV-Serien, ob als Kriegsherr oder »privat« auf dem Berghof – man möchte ihn los sein und zugleich behalten. Eine Bestandsaufnahme, die zeigt, wie »Deutschlands Größter« nicht klein zu kriegen ist.