Zur Kritik von Bauernverbands-Präsident Sonnleitner an einem „Raubtierkapitalismus“ erkärt der stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Klaus Ernst:
"Für Bauernverbands-Präsident Sonnleitner scheint die Zeit des Lavierens vorbei zu sein. Wir begrüßen die klare Kritik an einem allein an kurzfristigen Gewinnen orientierten Kapitalismus. Sonnleitner hat in den vergangenen Jahren einer Durch-Rentabilisierung der Landwirtschaft die Lobby-Stange gehalten, die vor allem in Bayern zur Aufgabe tausender kleinerer und mittlerer Betriebe führte. In Sachen Gen-Technologie warten BäuerInnen und VerbraucherInnen bis heute vergeblich auf sein klares „Nein“.
Dass sich Profitinteresse und die Erzeugung ausreichender, guter Nahrung nicht vertragen, ist für diejenigen, die sich gute Produkte z.B. als Hartz-IV-Empfänger oder Billiglöhner schlicht nicht leisten können, längst Lebenswirklichkeit. Die Situation, in der sich die Bauern gegenüber den Handelsmultis jetzt befinden, wäre die Chance, hier zu gemeinsamen Einsichten und Bündnissen von ErzeugerInnen und VerbraucherInnen zu kommen. Es ist nie zu spät dafür."