Zur Diskussion um exorbitante Managergehälter innerhalb der großen Koalition erklären die Sprecher der Partei DIE LINKE. in Bayern, Harald Weinberg und Eva Bulling-Schröter/MdB:
Mit seinem Worthülsen-Spektakel in der Debatte um Managergehälter hat CSU-Chef Erwin Huber wieder einmal keinen Zweifel daran aufkommen lassen, wes Geistes Kind er ist. Seine Aufregung über einen „politisch-ideologisch motivierten Weg“ der SPD ist dabei nahezu unbegründet.
Wie der gewerkschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Werner Dreibus, richtig vorgerechnet hat, bleibt durch die trostlosen Vorschläge der SPD das Recht der Manager zur Selbstbedienung weitgehend unangetastet. Hubers Vorwurf, der SPD habe dabei „Angst vor der Linken die Feder geführt“, mag richtig sein. Das Ganze ist trotzdem ein schäbiges Täuschungsmanöver.
Sozialdemokraten und Union zeigen sich wieder einmal einig in der Befolgung der CSU-Wahlkampfparole „Sozial ist was Arbeit schafft“. Sozial ist also nicht etwa, in einer kirchlichen Pflegeeinrichtung voll zu arbeiten und dafür ohne zusätzliches Hartz-IV-Geld auskommen zu wollen. Sozial ist nämlich: in der aus der Tochter einer Tochter des X-Konzerns ausgegliederten Service-Gesellschaft den nächsten Billigjob einzurichten.
Solange diese Parole gilt und z.B. gute Pflege in öffentlichen Bilanzen als Kostenfaktor auftaucht statt als gesellschaftliche Zielsetzung, werden die Managergehälter steigen und die Pflegelöhne sinken. Aber nicht mit uns.