Wie weltfremd und praxisfern das CSU-Regierungsprogramm sei, zeige sich daran, dass der CSU-Landesgruppenchef, Peter Ramsauer jetzt schon seine eigene Ehefrau mit Korrekturen betraue, meint Eva Bulling-Schröter, Bundestagsabgeordnete und Landessprecherin der bayerischen Linken.
"Hätten Funktionäre der CSU auf die Proteste der Eltern gegen das verhunzte G8 gehört, wäre ihnen schon lange ein Licht aufgegangen. Bayern ist das Land, das in der Bildungspolitik am meisten ausgrenzt und damit das Wort Chancengleichheit zur Farce degradiert."
In Bayern zeigt sich am genauesten bei der Bildungspolitik, aus welchem Elternhaus Kinder kommen, meint Bulling-Schröter. "Ausschlaggebend ist wie in keinem anderen Bundesland, wie viel Geld die Eltern im Geldbeutel haben, oder ob sie Migranten sind. Sie haben die niedrigsten Chancen. Ich fordere Herrn Ramsauer auf, nicht nur seine Frau zum Bildungsteil des Regierungsprogramms zu befragen, sondern die vielen tausende Frauen hier in Bayern, die tagtäglich mit Stundenausfall, Überlastung der Kinder oder einer fehlenden Kinderbetreuung konfrontiert werden endlich einmal zu Wort kommen zu lassen."