„Die Aussage, die Marktmacht großer Konzerne zu zerschlagen, börsennotierte Unternehmen so weit wie möglich zurück zu drängen und gegen die Privatisierungen der Bereiche Energie, Gesundheit, Bahn, Infrastruktur und Lebensmittel zu sein, ist ausdrücklich zu unterstützen. Es sind klassisch linke Positionen, für die wir uns seit Jahren stark machen. Ich frage mich nur, warum auch nur ein Wähler dann noch seine Stimme den FW geben sollte, wenn er mit der LINKEN auch das Original wählen kann?“ so Florian Paul vom geschäftsführenden Landesvorstand der bayerischen LINKEN.
„ Aiwanger liegt nur darin falsch, wenn er uns das Verfehlen der 5%-Hürde prophezeit und seine Freien Wähler bereits als drittstärkste Kraft im Landtag sieht. Das Ergebnis wird dann doch etwas anders aussehen. Der neue Landtag wird jedenfalls bunt sein und bei solchen inhaltlichen Positionierungen können die Bayerinnen und Bayern nach 50 Jahren auch erstmals vorsichitig zuversichtlich sein, dass es eine Mehrheit für die Interessen der BürgerInnen und nicht mehr der Konzerne und Lobbyverbände im Landtag geben wird. Diese Mehrheit kann aber nur mit dem Einzug der LINKEN gesichert werden. Politik jenseits ideologischer Scheuklappen und für die Menschen in Bayern kann nur mit einer starken Linksfraktion im neuen Landtag realisiert werden.
Es ist auch wahrlich nichts Neues, dass der politische Gegner bei uns wildert, aber so offen wie Aiwanger hat das bisher noch niemand getan. Auch die Forderung nach mehr Lehrern, einer besseren Kinderbetreuung, flächendeckendem DSL, der Wiedereinführung der Pendlerpauschale, einer Absage an die grüne Gentechnik und dem Ende der unsozialen Studiengebühren sind 1:1 die Forderungen aus unserem Wahlprogramm.
Zumindest eine punktuelle inhaltliche Zusammenarbeit nach dem 28. September ist also offensichtlich sehr wohl auch in Bayern möglich, anders als dies Maget, Daxenberger und Aiwanger immer gebetsmühlenartig erklären,“ so Paul abschließend.