Die anhaltende Diskussion der SPD über den Umgang mit der LINKEN im künftigen bayerischen Landtag kommentieren Fritz Schmalzbauer, oberbayerischer Spitzenkandidat der LINKEN, und Anny Heike, mittelfränkische Spitzenkandidatin der LINKEN, im Anschluss an eine turnusgemäße Beratung des Landesvorstands mit den Spitzenkandidaten der Partei:
Fritz Schmalzbauer, oberbayerischer Spitzenkandidat der LINKEN:
„Mit ihren schlechten Ratschschlägen für Frau Ypsilanti beweisen Herr Maget und die bayerische SPD-Spitze nur einmal mehr, wie wenig Rückgrat sie haben. Dass Frau Kastner als Mitglied des bayerischen SPD-Präsidiums Frau Ypsilanti rät, in Hessen eine Große Koalition anzustreben, zeigt, welch Geistes die bayerische SPD-Spitze wirklich ist.
Mit den neuerlichen Verbeugungen vor dem rechten SPD-Flügel um Herrn Clement wird für mich immer unklarer, was mein ehemaliger Arbeitskollegen Maget eigentlich will. Ich befürchte ernsthaft, er will sich damit die Option offen halten, nach der Wahl eine Ehe mit der CSU einzugehen. Er zeigt damit nur, wie wenig eigenständiges Profil er hat.
Ihre Wahlversprechen wird die SPD nach dem 28. September dann wahrscheinlich ganz schnell wieder vergessen. Dieses Trauerspiel müssen wir ja jetzt schon in Berlin Tag für Tag mit ansehen, wo auch die bayerischen SPD-Abgeordneten gegen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns und für die Abschaffung der Pendlerpauschale stimmen.“
Anny Heike, mittelfränkische Spitzenkandidatin der LINKEN:
„DIE LINKE wird auch im bayerischen Landtag konsequent für einen Politikwechsel eintreten. Wir werden SPD und Grünen zeigen, wie man richtig Opposition macht und die CSU unter Druck setzt. Wichtiger als irgendwelche Regierungspöstchen, ist für uns, dass Bayern sozialer wird.
DIE LINKE wird Maßnahmen für gute Arbeit ergreifen und gemeinsam mit dem DGB für einen gesetzlichen Mindestlohn in Bayern kämpfen. DIE LINKE wird Initiativen gegen Kinderarmut und für gute Bildung in Bayern starten. Die Studiengebühren müssen wie in Hessen auch in Bayern wieder abgeschafft werden. Die SPD ist natürlich eingeladen, unsere diesbezüglichen Initiativen zu unterstützen. Die jüngsten Äußerungen aus der Bayern-SPD lassen dies jedoch leider kaum erwarten.“