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27. August 2008 Pressemeldungen

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

„Vor dem Hintergrund anhaltender Massenarbeitslosigkeit schleichen sich Unternehmer aus den Flächentarifverträgen, gründen auch gerne mal neue Unternehmen um günstigere Tarife anwenden zu können oder beschäftigen manchmal sogar mehr als 50 % Zeitarbeiter in ihren Betrieben – alles um die Löhne immer weiter zu drücken.“ So umreißt die Spitzenkandidatin der LINKEN in Oberfranken, Christa P. Meist, die dem Streik bei der Brauerei Scherdel in Hof zu Grunde liegende Problematik.

Christa P. Meist meint, diesem Treiben mit Hilfe von Streiks deutlich entgegen zu treten, sei dringend notwendig geworden, weil die Politik der etablierten Parteien, insbesondere der „Agenda 2010“-SPD in den letzten Jahren dazu geführt habe, dass immer größeren Beschäftigten-Gruppen der Niedriglohn drohe. „Die Streikenden haben deshalb meine volle Unterstützung“ sagte Christa P. Meist. Die alte Forderung der Gewerkschaften nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit betreffe schon lange nicht mehr allein den Unterschied zwischen Männer- und Frauenlöhnen, wie es manche Wahlplakate gegenwärtig in den Vordergrund stellten.

Erwin Huber möge auf Marktplätzen noch so laut tönen, was seine Partei in Bayern geschafft habe. Nicht nur für Oberfranken gelte für CSU, IHK und HWK weiterhin, dass das Heil in niedrigen und niedrigsten Lohnkosten liege, in Löhnen, die den Beschäftigten nicht einmal den Genuss des selbst gebrauten Bieres in einer Gaststätte unter Freunden erlaubten. Henry Ford, der Autokönig des beginnenden 20. Jahrhunderts habe noch gewusst, dass er Autos nur verkaufen könne, wenn seine Arbeiter genug verdienten um sich selbst eines zu leisten.

„Die Abkoppelung Oberfrankens von der wirtschaftlichen Entwicklung lässt sich mit dadurch ändern, dass anständige Löhne gezahlt werden. Nur wer gut genug verdient, kann sich die Brötchen vom Bäcker, die Wurst vom Metzger und den Friseur leisten. Denjenigen, die glauben, es sei hilfreich mit Niedriglöhnen Investoren zu locken, wie es die oberfränkische CSU auch gestern in Kulmbach wieder verkündete, muss im September die Rote Karte gezeigt werden.“ so Christa P. Meist.