Aufgeschreckt durch den Wahlerfolg der Linken in den westlichen Bundesländern ruft Ministerpräsident Beckstein zu „einer stärkeren Auseinandersetzung mit sozialen Fragen“ auf. Er meint, damit den Einzug der Linken hier in Bayern in den Landtag verhindern zu können.
„Der Spruch, links wirkt, bestätigt sich hier auf eindrückliche Weise“, so Eva Bulling-Schröter, Landessprecherin der Linken und MdB. „Mit der Frage um den Mindestlohn und dem Nutzen eines wirtschaftlichen Aufschwunges für die Bevölkerung haben wir genau ins Wespennest gestoßen. Inzwischen gibt die CSU schon zu, dass die Renten stagnieren und die Löhne sinken.“
Nur – was macht die CSU in Bund und Land? Tritt sie für flächendeckende Mindestlöhne ein? Tritt sie für eine gerechte Rentenerhöhung ein? Ist sie für eine Besteuerung von Unternehmen, die wieder Geld in die Kassen spült, um soziale Aufgaben endlich wieder vernünftig leisten zu können? Nein. Und aus diesem Grunde werden sich auch in Bayern viele Menschen überlegen, ob sie nicht die soziale Alternative wählen. Und da nutzt den Herren Beckstein und Huber auch kein noch so großes Geschrei von der kommunistischen Gefahr, denn irgendwann nimmt auch sie keiner mehr ernst.