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21. Februar 2008

Von Ökologie und Menschenrechten kein Ton

Die CSU lehnt eine höhere Beimischungsquote von Pflanzensprit ab. Dazu erklärt die Landessprecherin der Linken.Bayern, Eva Bulling-Schröter, MdB:

Nun lehnen die Rächer der Enterbten eine Erhöhung des Beimischungszwanges ab, weil sie eine Preiserhöhung fürchten. Diese Argumentation blendet völlig die ökologischen und sozialen Folgen eines Beimischungszwanges aus – offensichtlich nicht interessant für die CSU.

Auch Die Linke lehnt eine Erhöhung der Beimischungsquoten ab, weil damit die weitere Abholzung von Regenwäldern und die Vertreibung von EinwohnerInnen in den Herkunftsländern vorprogrammiert ist. Zu diesem Sachverhalt kein Ton von der CSU.

In einer Presseerklärung schreiben MISEREOR, Brot für die Welt und der evangelische Entwicklungsdienst: “Die Ausweitung des Einsatzes von Agro-Treibstoffen dient nicht dem Klimaschutz, aber verschärft den Hunger in der Welt“. Auch davon ist bei der CSU keine Rede.

Die Linke. Bayern unterstützt die Aussage der kirchlichen Organisationen, dass es Klimagerechtigkeit nur mit einem tiefgreifenden Wandel unseres Lebensstils geben kann.

Von der CSU erwarten wir, dass sie gegenüber ihren Spezis bei den Automobilherstellern eine Senkung der Spritverbräuche durchsetzt und den Nahverkehr endlich vernünftig fördert.

Was wir brauchen sind keine populistischen Forderungen, sondern eine wirkliche Wende in der Verkehrspolitik, die sowohl sozialen als auch ökologischen Standards Rechnung trägt.