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23. Januar 2008

Ist das der Aufschwung?

„Wenn der DGB Bayern von einem «historischen Höchststand» bei den Zweitjobs spricht, dann wird sichtbar, wie viele Menschen auch in Bayern nicht  mit ihrem Einkommen zurecht kommen“, erklärt Eva Bulling-Schröter, MdB und bayerische Landessprecherin der Linken:

Etwa 377 000 Beschäftigte im Freistaat haben im vergangenen Jahr zusätzlich zu ihrer regulären Arbeit einen Nebenjob ausgeübt, sagte Bayerns DGB-Chef Fritz Schösser . Damit sei die Zahl seit 2005 um rund 17 Prozent gestiegen.

Wie notwendig endlich die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes ist, zeigen diese Zahlen. Es kann nicht sein, dass Menschen immer weniger von regulärer Arbeit leben können und dann auf zusätzliche staatliche Unterstützungen oder einen Zweitjob angewiesen sind.

Wenn die CSU behauptet, dass sich durch ihre Politik in Berlin und Bayern der Aufschwung eingestellt habe, dann wird klar, dass sie offensichtlich mit den falschen Leuten spricht. In Wahrheit wird Leiharbeit und prekäre Beschäftigung genau durch ihre Politik ge- und befördert. Ihre Weigerung, flächendeckende Mindestlöhne einzuführen, spricht Bände.

Für eine stabile Binnenkonjunktur und die damit verbundenen Arbeitsplätzen ist dies Gift.