Die Landessprecherin der bayerischen LINKEN, Eva-Bulling-Schröter ist unzufrieden mit den Ergebnissen der Landesversammlung der Frauen-Union in der CSU.
"Ich hätte mir von den CSU-Frauen mehr Mut erwartet, die Situation von Frauen hier in Bayern ehrlich einzuschätzen. Stattdessen gibt es wieder einmal nur die übliche Schönfärberei. Der Aufschwung, den die CSU-Führung feiert, kommt nicht bei den Menschen an. Das gilt auch und vor allem für Frauen. Armut ist im reichen Bayern nach wie vor ein Riesenproblem. Und sie hat vor allem ein weibliches Gesicht. Das höchste Armutsrisiko im Land tragen alleinerziehende Frauen und ihre Kinder. Bei der Versorgungsquote mit Kinderkrippenplätzen ist Bayern ein Entwicklungsland. Nur jedes zehnte Kind unter drei Jahren hat einen Krippenplatz, in weiten Teilen Bayerns sogar weniger als jedes zwanzigste Kind. Und vor allem Frauen sind es, die in Bayern von Armutsrenten leben oder gleich im Alter zum Sozialamt müssen. All das müssten selbstbewusste Frauen in der CSU auf die Tagesordnung setzen. Solange das nicht geschieht, bleibt es dabei: die Essenbacher Versammlung ist nichts weiter als eine Show-Veranstaltung für die Landtagswahl."