Zurück zur Startseite
29. Juli 2008 Pressemeldungen

Milchgipfel: Unerträgliche Heuchelei

Scharfe Kritik übt der oberschwäbische Spitzenkandidat der LINKEN für die Landtagswahl, Xaver Merk anlässlich des Milchgipfels an Bundesagrarminister Seehofer. Merk erklärte seine Unterstützung für die Forderung der Milchbauern nach kostendeckenden Milchpreisen. Das vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) vorgelegte Mengensteuerungskonzept zeige in die richtige Richtung. Merk erklärt:

„Bundesagrarminister Horst Seehofer muss seine Hinhaltetaktik aufgeben und sich auf die Seite der Bauern stellen. Nicht Sonntagsreden sind gefragt sondern Taten. Seehofer richtet seine Politik allein auf Wahltermine aus. Jetzt jammert er herum, dass der CSU bis zur Landtagswahl schwierige Zeiten ins Haus stünden. Das beweist, dass die Bauern nach dem Wahlsonntag wieder allein gelassen werden sollen. Wenn DIE LINKE in den bayerischen Landtag einzieht, dann werden wir dafür sorgen, dass die Interessen der Bauern auch nach der Wahl eine Stimme im Parlament haben. Das ist besser als Lieferboykotte, die Arbeitsplätze in den Molkereien und in der Milchindustrie gefährden.

Es ist allerhöchste Zeit, dass der Bundesagrarminister in enger Zusammenarbeit mit der EU-Kommissarin, den Bauern und den Molkereien ein nachhaltiges Mengenregulierungskonzept auf den Tisch bringt. Bayerns Bauern müssen eine reale Perspektive erhalten. Seehofer muss sich außerdem dafür einsetzen, dass entsprechende EU-Mittel stärker für den Erhalt der ökologisch wertvollen Strukturen genutzt werden können. Sofern dies nicht geschieht, wird sich die Tendenz zu bäuerlichen Monostrukturen verstärken was mit einer Verminderung der landschaftlichen Vielfalt und touristischen Attraktivität gerade in Bayern einhergeht."