28. August 2013

Würzburg: Agrarminister/innen sollten sich gegen Freihandelsabkommen mit USA stellen

„Während der Debatte um die Umsetzung der neuen EU-Agrarpolitik in Deutschland sollten die Minister/innen auch an Nahrungsmittelimporte in die EU denken. Das Freihandelsabkommen mit den USA sollten sie darum gemeinsam ablehnen. Ansonsten drohen Chlorhähnchen oder Gentechnik“, kommentiert Eva Bulling-Schröter (MdB), Landessprecherin und Spitzenkandidatin der bayerischen LINKEN, die heute beginnende Tagung der Agrarminister/innen zur nationalen Ausgestaltung der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU in Würzburg. Die bayerische Abgeordnete weiter:

„Das geplante „Transatlantische Handels- und Investitionsabkommen“ (TTIP) der EU mit den Vereinigten Staaten könnte den Verbraucherinnen und Verbrauchern hierzulande Dinge auf den Mittagstisch bringen, von denen sie bislang weitgehend verschont blieben, so z.B. in Chlorwasser getauchte Hähnchen oder genetisch verändertes Essen. Die „Tradition“ der USA in diesen Sachen ist aus Verbraucher/innen-Perspektive wie aus ökologischer Sicht eine Katastrophe. Vor dem Hintergrund des erbarmungslosen globalen Preiskampfes wird die USA jedoch auf ihre fragwürdigen Standards pochen. Ich erwarte von den Agrar- und Verbraucherminister/innen Deutschlands, dass sie sich aus diesem Grund mit einem klaren Statement gegen ein solches Abkommen wenden.“