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17. November 2009

Für Solidarität und freie Bildung

„Die heutigen Demonstrationen in über 50 Städten beweisen eindrucksvoll, dass die Schüler und Studierenden nicht bereit sind, diese Bildungspolitik hinzunehmen“, so Nicole Gohlke zu den Demonstrationen und Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks, bei denen heute erneut an die 100.000 Schüler und Studierende für tiefgreifende Reformen und Ausfinanzierung der Bildung auf die Straße gegangen sind. Die hochschulpolitische Sprecherin der Bundestagfraktion DIE LINKE, die auch Mitglied des Geschäftsführenden Landesvorstands der bayerischen LINKEN ist, betont weiter:

„Seit Jahren wird an der Bildung gespart. Dringend benötigtes Lehrpersonal
an Schulen und Hochschulen wird nicht eingestellt, zahlreiche
Bildungseinrichtungen wurden geschlossen und Gebühren eingeführt. Für Banken
und Konzerne flossen Hunderte Milliarden, während sich die Krise im
Bildungssystem weiter zuspitzt. DIE LINKE unterstützt die Proteste und
fordert die Bundesregierung auf, die von der Hans-Böckler-Stiftung
errechneten notwendigen 40 Milliarden Euro für die Bildung zur Verfügung zu
stellen.

Darüber hinaus muss es eine bundesweite unabhängige Überprüfung der
Umsetzung des Bologna-Prozesses geben. Dass gleichzeitig Studierende in
Österreich, Frankreich und anderen Ländern protestieren, weist auf das
Scheitern der europäischen Hochschulreform hin. Wenn die Verantwortlichen
nicht reagieren, braucht sich niemand über Ärger und Ungehorsam der
Betroffenen zu wundern. Starker Widerstand gegen die Tatenlosigkeit ist mehr
als angebracht.“