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13. Juni 2018

Altenpflege in Bayern: Personalnotsand gefährdet Gesundheit der Beschäftigten

Studie belegt: Pflegenotstand gefährdet Gesundheit der Beschäftigten in Bayern

Harald Weinberg: „Mindestpersonalbemessung auch in der Altenpflege anpacken“

DIE LINKE fordert Pflegemindestlohn in Höhe von 14,50 Euro

 

Einer heute veröffentlichten Studie der AOK Bayern zufolge, stieg die Zahl der Krankheitstage von Beschäftigten in bayerischen Pflegeheimen binnen zehn Jahren von 5,4 auf 6,8 Fehltage im Jahr an; der höchste je gemessene Wert. Das sind 50 Prozent mehr krankheitsbedingte Ausfälle als der Schnitt aller Arbeitnehmer im Freistaat aufweist (Quelldaten liegen dieser Mitteilung bei). Dazu erklärt der mittelfränkische Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg: „Die neue Studie belegt, dass der Personalnotstand in der Pflege krank macht. Wir müssen daher auch in der Altenpflege eine gesetzliche Mindestpersonalbemessung anpacken.“

Der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag verweist insbesondere auf die Belastungen der Beschäftigten im Nachtdienst: „Bis zu vierzig Personen gleichzeitig kommen mancherorts auf eine einzige Pflegekraft. Das ist unverantwortlich für die Gesundheit von Pflegekräften ebenso wie für zu Pflegende. Wir fordern die Staatsregierung auf, angesichts der Besorgnis erregenden Entwicklung in der Altenpflege als Sofortmaßnahme nachts eine Mindestpersonalbemessung von einer Pflegekraft für höchstens 20 zu Pflegende gesetzlich zu verankern.“

 

Auf Bundesebene müssten gesetzliche Personalbemessungen generell für alle Pflegeberufe auf den Weg gebracht werden, so Weinberg: „Es sollte allen klar sein, dass es so nicht weitergehen kann. Wir brauchen mehr Personal und mehr Wertschätzung für die Pflege.“ Daher setze sich DIE LINKE auch für einen Pflegemindestlohn in Höhe von 14,50 Euro ein.