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13. April 2017

Familientrennung und Abschiebung ohne Rücksicht auf Verluste! Soll das christlich sein?

Eva Bulling-Schröter, Ingolstädter MdB der Linken, erklärt zum neuesten Vorfall der Abschiebung aus dem Abschiebelager Manching/ Ingolstadt: „Das Auseinanderreißen von Familien durch Abschiebung, noch dazu,  während einzelne Familienmitglieder unter zum Teil schweren Krankheiten leiden, ist ein Skandal. Es ist schlicht  unmenschlich, eine Familie, in der sogar einige Mitglieder unter ernstzunehmenden Krankheiten leiden, in die Heimat zurückzuschicken. Genauso inakzeptabel ist es, dass der Vater und der 14-jährige Sohn von der Polizei an Händen und Füssen gefesselt wurden. Wie der bayerische Flüchtlingsrat berichtete, wurde versucht einen  Vater und seine fünf Kinder von der oberbayerischen Regierung aus dem Rückführungszentrum in Manching ab zu schieben, während die Mutter sich im Klinikum Ingolstadt in stationärer Behandlung befindet und nicht weiß, was mit ihrer Familie geschieht. Sieht so humanitäre Hilfe aus? Unter allen Umständen soll den Menschen, die hier Schutz vor Krieg oder anderer Gewalt suchen, der Aufenthalt so schlecht als möglich gemacht werden, das ist das Konzept der CSU.Ich verweise insbesondere auf Art. 6 Abs. 1 unseres Grundgesetzes, welches Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stellt und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Art. 16 Abs. 3: „Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.“Deshalb fordere die Regierung von Oberbayern auf, sich zu überlegen, ob dieser Umgang mit traumatisierten Menschen noch den Menschenrechten entspricht, oder ob hier nicht die Begriffe Willkür und Menschenfeindlichkeit eher angebracht wären.“