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14. Februar 2018

Kein Neuanfang in der Verkehrspolitik

Bad Tölz-Wolfratshausen/Berlin – Zu Überlegungen der Bundesregierung einen kostenlosen Öffentlichen Personennahverkehr einzuführen, erklärt der Obmann im Verkehrsausschuss und Sprecher für den ÖPNV und Fahrradmobilität Andreas Wagner:"Der großen Koalition geht es nicht um den lange geforderten Neuanfang in der Verkehrspolitik, sondern um die Abwendung von Dieselfahrverboten und von zwangsweisen Nachrüstungen der Dieselflotte durch die deutschen Automobilkonzerne.

Obwohl 71% der Bevölkerung einen kostenlosen ÖPNV befürworten, hat die Große Koalition in der letzten Legislatur nur wenig dafür getan. Den kostenlosen ÖPNV sucht man auch im neuen Koalitionsvertrag vergebens.“Andreas Wagner weiter:„Einen kostenlosen, flächendeckenden ÖPNV mit hohen Taktzahlen und gut abgestimmten Umsteigemöglichkeiten bekommt man nicht auf Knopfdruck.

Der heutige Nahverkehr verkraftet keinen sofortigen Umstieg von hunderttausenden Fahrgästen. Es bedarf Verkehrsinvestitionen im zweistelligen Milliardenbereich für neue Züge, Busse und Verkehrsleitanlagen aus Bundesmitteln. Geht die Regierung diesen Weg, hat sie unsere Unterstützung. Angesichts der bisherigen Verkehrspolitik der großen Koalition scheint das aber unwahrscheinlich.“