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23. März 2018

Leiharbeit bleibt ein gefährlicher Trend - in Bayern und deutschlandweit

Die Zahl der Leiharbeitsstellen ist in Deutschland im Jahr 2017 weiter gestiegen: Die Agentur für Arbeit registrierte deutschlandweit über 1 Mio. Leiharbeiterinnen und -arbeiter, die 2,8 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland ausmachen. Allein in Bayern sind es über 160.000 Beschäftigte, die vergangenes Jahr in Leiharbeit eingestellt waren. Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, erklärt dazu: "Seit 2013 ist der Anteil an Leiharbeit in Deutschland stetig gestiegen. Die Nachfrage der Arbeitgeber ist dabei ungebrochen hoch: Bayernweit sind derzeit weitere 35.000 Leiharbeitsstellen ausgeschrieben. Das verdeutlicht, dass wir nicht auf das Wohlwollen der Arbeitgeber vertrauen können, um diesen Trend endlich umzukehren. Mit der Agenda 2010 wurde prekären Beschäftigungsverhältnissen wie der Leiharbeit Tür und Tor geöffnet. Die Linke fordert perspektivisch ein Verbot von Leiharbeit. Als Sofortmaßnahme muss gelten, was in Frankreich längst umgesetzt ist: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit plus Flexibilitätszuschlag. Außerdem brauchen wir ein generelles Mitbestimmungsrecht von Betriebsräten.Nur sichere Arbeitsverhältnisse schaffen Planbarkeit für die Beschäftigten und beugen wirksam drohender Altersarmut vor.