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11. April 2018

Behörde für Cybersicherheit muss unabhängig agieren können

„Das Ziel, mehr für den Schutz vor Cyberkriminalität und Wirtschaftsspionage für Unternehmen zu tun, ist richtig - zumal diese Themen angesichts der zunehmenden Digitalisierung weiter an Bedeutung gewinnen werden. Allerdings wird es einen effektiveren Schutz nur geben können, wenn die zuständige Behörde für die Cybersicherheit nicht unter dem gleichen Dach wie die Sicherheitsdienste arbeiten muss, sondern unabhängig agieren darf. Denn die Sicherheitsdienste haben ein ganz eigenes Interesse an einem möglichst ungestörten Zugriff auf Unternehmensdaten und damit an Sicherheitslücken“, kommentiert Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die heutige Sicherheitstagung „Sicherheitsrisiken für die deutsche Wirtschaft im europäischen Kontext“ des Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Bundesverbandes der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft. Ernst weiter:

„Die Bunderegierung geht davon aus, dass sich die Schadenshöhe für die deutsche Wirtschaft durch Cyberkriminalität ungefähr im zweistelligen Milliardenbereich bewegt. Will sie den besonders anfälligen kleinen und mittleren Unternehmen tatsächlich eine Hilfe sein, darf IT-Sicherheit nicht vor allem aus der Perspektive des staatlichen Sicherheitsapparats gedacht werden.“