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1. September 2014

Aufruf zum Antikriegstag!

Am 1. September jährt sich der Antikriegstag. Eva Bulling-Schröter und Xaver Merk, Landessprecher/innen der LINKEN. Bayern, rufen insbesondere in Bayern zur Teilnahme an den zahlreichen Friedensveranstaltungen auf:

An die Vergangenheit zu erinnern, erfordert die Bereitschaft, aus dem Geschehenen zu lernen. Diese Bereitschaft ist insbesondere in Bayern mit seiner großen Zahl bayerischer Waffenschmieden wichtig. Mit dieser Produktion werden Krieg und Gewalt auf der Welt weiter angeheizt. In Zusammenarbeit mit Friedensinitiativen und Gewerkschaften möchten wir zum Umdenken und zur Produktionsumstellung auf zivile Güter aufrufen.

Am Antikriegstag trifft sich der Deutsche Bundestag zu einer Sondersitzung, um im Rahmen einer Regierungserklärung zum Thema „Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge im Irak und Kampf gegen die Terrororganisation IS“ über deutsche Waffenlieferungen in die umkämpften Gebiete des Iraks zu debattieren. Nachdem die Bundesregierung bereits verkündet hat, dass sie Waffen in das Krisengebiet liefern wird, trifft sich nun der Deutsche Bundestag, um über diese Verletzung der geltenden Waffenexportrichtlinien zu diskutieren.

Die Kriege in der Ukraine, in Gaza, in Syrien und im Irak – um nur einige zu nennen – führen zu humanitären Katastrophen. Sie erinnern bedrohlich an die Welt vor 100 Jahren, als die großen Mächte glaubten, sich die Welt aufteilen zu können und dabei die Menschheit in den Ersten Weltkrieg führten.

Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall Deutschlands auf Polen ein Krieg, der die ganze Welt mit Gewalt und Schrecken überzog, 60 Millionen Tote forderte und in die Morde von Millionen Menschen in den Vernichtungslagern mündete. Deshalb ist es wichtig, gerade am 1. September daran zu erinnern, dass Kriege damals wie heute immer aus ökonomischen und geostrategischen Gründen geführt werden und nicht für vermeintlich hehre Motive wie Menschenrechte.

Politik setzt auf Verhandlungen und auf kollektive internationale Organisationen. Krieg setzt allein auf das Recht des militärisch Stärkeren. Aber statt das internationale Recht und die internationalen Organisationen zu stärken, werden sie zunehmend geschwächt. 

Der Landesvorstand der LINKEN. Bayern ruft dazu auf, sich an diesem Tag mit antimilitaristischen Aktionen, Kundgebungen und Veranstaltungen zu Wort zu melden und daran zu erinnern, dass Krieg nie eine Lösung ist.

Veranstaltungen in Bayern