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27. August 2014

Flüchtlinge willkommen heißen!

Xaver Merk, Landessprecher der LINKEN. Bayern, kritisiert: „Die Aufnahmemöglichkeiten von Flüchtlingen in Bayern sind völlig unzureichend. Kaum steigen die Flüchtlingszahlen, sind die beiden Erstaufnahmeeinrichtungen in München und Zirndorf sowie mögliche Anschlussunterbringungen überfüllt. Es muss mit Zelten, alten Kasernen und Container improvisiert werden. Das ist für die oft traumatisierten und gesundheitlich angeschlagenen Flüchtlinge, die sich über tausende Kilometer nach Europa durchgeschlagen haben, nicht akzeptabel.“

Die Landesregierung hat diese Strukturen seit Jahren vernachlässigt und erreicht nun, dass Flüchtlinge durch die Überfüllung als Belastung empfunden werden. Bayern muss Flüchtlingen eine angemessene Versorgung und Unterkunft sowie eine psychologische und medizinische Betreuung zur Verfügung stellen, um sie dann zu integrieren.

Die Flüchtlingsräte, aber auch Patenschaften und Initiativen aus der Bevölkerung sind ein wichtiger Partner, um den Kontakt mit der örtlichen Bevölkerung herzustellen. Sie kümmern sich um Beratung und organisieren Möbel und Kleidung, weil Land und Kommunen diese nicht in einem ausreichenden Maße zur Verfügung stellen.

DIE LINKE fordert das Land auf, mehr finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Erstaufnahmezentren auszubauen und den Kommunen zu ermöglichen, Flüchtlinge dezentral und menschenwürdig unterzubringen.

Das Land muss sich außerdem der besonderen Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge respektvoll annehmen. Kommunen und Jugendämter sind in die Lage zu versetzen, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge altersgerecht beraten zu können. Insbesondere bei jungen Flüchtlingen ist es wichtig, schnell abzuschätzen, ob psychologische Begleitung aufgrund von Traumatisierungen notwendig ist, und diese dann zur Verfügung zu stellen.

DIE LINKE fordert das Land Bayern auf, darauf hinzuwirken, dass der asylrechtliche Status von Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina nicht verändert wird!“