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11. September 2014

Heute ist der Tag der Wohnungslosen

Die Wohnungsnot in den bayerischen Ballungszentren und Uni-Städten ist hoch. 20.000 bis 25.000 Menschen verfügen nicht über einen eigenen Wohnraum. Die Mieten steigen weiter und die Landesregierung tut nichts, um dem hohen Bedarf an zusätzlichen Wohnungen wirksam zu begegnen. Im Gegenteil: Die wenigen Bestände öffentlichen Wohneigentums werden weiter ausgedünnt. Der Wohnungsneubau wird der Privatwirtschaft überlassen. Diese baut vor allem große Luxuswohnungen, die sich dann teuer verkaufen oder vermieten lassen. Kleinere Wohnungen für Studentinnen und Studenten, Singles oder Rentnerinnen und Rentner oder Wohnungen für Familien sind immer schwerer zu finden. Im sozialen Wohnungsbau laufen immer mehr Sozialbindungen aus, ohne dass in dieser Zeit ein gleichwertiger Ersatz geschaffen werden kann.

DIE LINKE steht deshalb für eine aktive Schaffung und Bewirtschaftung von Wohnraum durch Genossenschaften, Kommunen und das Land. Wir wollen regionale Mietobergrenzen einführen, den sozialen Wohnungsbau stärker fördern und betreiben. Mieterhöhungen allein wegen Neuvermietung sind für uns unzulässig. Das Wohngeld muss individualisiert und auf die Bruttowarmmiete bezogen werden, die regionalen Wohngeldtabellen sollen regelmäßig überprüft und an die steigenden Mieten angepasst werden. Heizkosten müssen wieder im Wohngeld enthalten sein. Das wären Maßnahmen, um die hohe Zahl von Wohnungslosen in Bayern wirksam zu mindern.