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5. Dezember 2017

DIE LINKE. Bayern lobte zum 2. Mal Klaus - Bruno - Engelhardt - Preis aus

DIE LINKE. Bayern lobte zum zweiten Mal einen Preis aus, mit dem herausragende Leistungen von Bürgerinnen und Bürgern, Initiativen sowie Personen aus Gesellschaft und Politik gegen Antisemitismus, Neonazismus, Antiziganismus und Rassismus gewürdigt werden sollen.

Die Verleihung, die im Kulturhaus Neuperlach in München stattfand, soll die Beachtung für das uneigennützige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern in der Öffentlichkeit erhöhen und ermutigen, die eigenen Fähigkeiten und Kräfte für eine friedvolle und gerechtere Gesellschaft einzusetzen. Mit dem Klaus-Bruno-Engelhardt-Preis ist ein Preisgeld von 1.000 Euro verbunden.

Diesjähriger Preisträger war die Familie Gaspar für ihren Film "Dui Roma". Ein Dokumentarfilm über die Leidensgeschichte von Hugo Höllenreiner, KZ-Überlebender und Roma in Ausschwitz. Er litt unter den Experimenten des sogenannten „Todesengels" Josef Mengele. Der junge Komponist Adrian Gaspar vertonte diese grausamen Erlebnisse in Form eines Oratoriums unter dem Titel „Synphonia Romani – Bari Duk". Der Film zeigt Gegensätze mit demselben Ziel: Bewusstsein schaffen, um selbstbewusst die eigene Identität zu stärken.

Klaus-Bruno Engelhardt war ein bayerisches Urgestein im Kampf gegen Neonazismus. Geprägt durch die Erfahrungen seines Vaters, der vier Jahre als politischer Gefangener im KZ Dachau inhaftiert war, stellte er sich Faschisten in den Weg, wo immer es nötig war, und widmete seine ganze Kraft der Schaffung einer toleranten und weltoffenen Gesellschaft.

Ein Video zur Veranstaltung von Gerhard Hallermayer finden Sie hier.