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13. Juli 2017

Eine gerechte Finanzierung des Gesundheitssystems ist machbar

„Die Kosten für Krebsmedikamente werden in den nächsten Jahren zu Mehrausgaben bei den Krankenkassen führen. Das eigentliche Problem ist jedoch die ungerechte Finanzierung des Gesundheitssystems. Wenn die von der LINKEN vorgeschlagene solidarische Gesundheitsversicherung umgesetzt würde, könnten die Krankenkassen ihre Beitragssätze senken und trotzdem sämtliche Zuzahlungen abschaffen“, erklärt Harald Weinberg, Sprecher der Fraktion DIE LINKE für Krankenhauspolitik und Gesundheitsökonomie, angesichts der Warnung des GKV-Spitzenverbands vor drohenden Erhöhungen der Zusatzbeiträge. Weinberg weiter:

„Eine aktuelle Studie hat die Auswirkungen unseres Konzepts berechnet: Statt derzeit durchschnittlich 15,7 Prozent könnte der Beitragssatz in der solidarischen Gesundheitsversicherung um etwa ein Viertel auf unter 12 Prozent gesenkt werden. Außerdem wäre er auch noch stabiler. Das ist keine Hexerei, sondern konsequente Solidarität. Auch auf Aktiengewinne, Gewinne aus Vermietungen und Verpachtungen und andere Kapitaleinkünfte sollen Beiträge erhoben werden, nicht nur auf Arbeitseinkommen wie bisher.

Derzeit zahlen die Bezieher hoher Einkommen prozentual weniger Beitrag als die Bezieher niedriger und mittlerer Einkommen. Das ist absurd. Um diese Ungerechtigkeit zu beseitigen, will DIE LINKE die Beitragsbemessungsgrenze abschaffen. Wer viel verdient, sollte auch viel zahlen, wer wenig verdient, zahlt wenig und wer kein Einkommen hat, zahlt gar nichts. Das ist Politik für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung, denn für 90 Prozent der Versicherten würden die Beiträge so sinken.“