Zur Zeit wird gefiltert nach: TH-Arbeitsmarktpolitik

31. Januar 2018

Beim Mindestlohn muss noch mehr gehen

„Viele Beschäftigte haben trotz Mindestlohn und Vollzeitjob immer noch kein existenzsicherndes Einkommen. Eine Erhöhung um 35 Cent pro Stunde ist zwar nett, reicht aber bei weitem nicht aus, um das Problem zu lösen. Da muss deutlich mehr drin sein“, kommentiert Susanne Ferschl, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Gute Arbeit, die aus dem gestiegenen Tarifindex resultierende Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf voraussichtlich 9,19 Euro zum nächsten Jahr. Ferschl weiter:

„Die Mindestlohnkommission hat sich selbst den Tarifindex als statistische Grundlage ihrer Entscheidungen ausgesucht. Nun gilt es, den Beschäftigten politisch das Signal zu senden: Ihr seid mehr wert. Denn auch eine Erhöhung auf 9,19 Euro reicht nicht aus, um die Beschäftigten aus der Armutsfalle und aus dem Hartz-IV-Bezug herauszuholen. Das weiß die Bundesregierung seit Jahren, tut aber nichts. Stattdessen lässt sie die Betroffenen sehenden Auges mit diesem Niedriglohn auch noch in die Altersarmut laufen.

DIE LINKE fordert die Erhöhung des ausnahmslosen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns auf zwölf Euro die Stunde. Wir müssen jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Arbeit, von der man leben kann, wieder das Maß der Dinge wird. Auch die neue Bundesregierung muss sich daran messen lassen, ob Armut trotz Arbeit weiterhin für viele Menschen die bittere Realität bleibt oder endlich der Vergangenheit angehört.“