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13. April 2018

Wagner: Militärschläge werden in Syrien zusätzliches Leid verursachen

Geretsried/Berlin - Angesichts der Zuspitzung des Syrien-Konflikts, hat sich der Geretsrieder Bundestagsabgeordnete Andreas Wagner in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür ausgesprochen alle menschenmöglichen Maßnahmen zu ergreifen, um den Konflikt zu deeskalieren und eine Ausweitung des Syrien-Krieges zu verhindern.

"Ich begrüße es, dass Sie sich gegen eine Beteiligung Deutschlands an "militärischen Aktionen" ausgesprochen haben. Zugleich bedauere ich es, dass Sie die Drohungen der von der USA geführten Koalition mit Militärschlägen politisch unterstützen, obwohl Ihnen klar sein dürfte, dass im Falle einer militärischen Konfrontation mit Russland der NATO-Bündnisfall eintreten würde. Mit Blick auf die atomaren Massenvernichtungswaffen, über die die Konfliktparteien verfügen, kann dies unabsehbare und unkalkulierbare Folgen für den Weltfrieden und die Sicherheit der Menschen haben", so Wagner.

Wagner weiter: "So sehr ich den Einsatz von Chemiewaffen, Bomben und Granaten gegen die Zivilbevölkerung verurteile, bin ich davon überzeugt, dass Militärschläge die Sicherheit der Menschen in Syrien nicht verbessern werden. Im Gegenteil: Militärschläge werden zusätzliches Leid verursachen, Hass säen, den Terrorismus fördern und die Welt unsicherer machen."

Wagner bittet die Bundeskanzlerin eindringlich, "ihre politischen Einflussmöglichkeiten auf internationaler Ebene zu nutzen um die angedrohten Militärschläge der von der USA angeführten Koalition abzuwenden." Denn, so Wagner: "Der Konflikt lässt sich nur politisch lösen. Nicht Schuldzuschreibungen und Drohungen, sondern Dialog und vertrauensbildende Maßnahmen sind das Gebot der Stunde. Wir brauchen eine Politik der Deeskalation - jetzt!"