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8. Februar 2017

MdB Harald Weinberg fordert Förderprogramm für unterversorgte Regionen

Der Ärztemangel in weiten Teilen des Landkreises Ansbach nimmt immer größere Ausmaße an[1]. Bereits im Januar 2015 hatte der krankenhauspolitische Sprecher im Bundestag, MdB Harald Weinberg, vor zahlreichen Lücken bei der Gesundheitsversorgung in Westmittelfranken gewarnt. Nun weist die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) nicht nur den statistischen Bereich „Ansbach-Nord“ als altes und neues Schlusslicht im Freistaat (Versorgungsgrad: 70,5 Prozent), sondern inzwischen auch den Raum Feuchtwangen als akut unterversorgt (72,7 Prozent)[2] aus. Mit einem Durchschnittsalter der niedergelassenen Mediziner von 59,8 Jahren (Landesschnitt: 55 Jahre) ist dort demnächst ein beschleunigter Ärzteschwund zu befürchten.

Zwei weitere Regionen, nämlich Dinkelsbühl-Hesselberg und Wassertrüdingen mit den im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gelegenen Hahnenkamm-Gemeinden, klassifiziert die KVB als „drohend unterversorgt“. Damit liegen beide akut unterversorgte Regionen Bayerns im Landkreis Ansbach sowie zwei von zehn drohend unterversorgten Bereichen.

„Die Städte und Gemeinden in den unterversorgten Regionen dürfen in ihren Bemühungen, Arztsitze zu halten und wiederzubesetzen, von Land und Bund nicht allein gelassen werden. Kommunale Ärztehäuser als Anreiz für junge Mediziner, aufs Land zu ziehen, bedürfen gezielter finanzieller Förderung“, fordert Harald Weinberg angesichts der teils extremen regionalen Ungleichgewichte bei der Gesundheitsversorgung.


[1] http://www.br.de/nachrichten/aerztemangel-kommunen-bayern-100.html

[2] https://www.kvb.de/fileadmin/kvb/dokumente/UeberUns/Versorgung/KVB-Versorgungsatlas_Hausaerzte.pdf