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26. Oktober 2016

Menschenfeindlichkeit in der Mitte der bayerischen Gesellschaft

Für Josef Ilsanker, Landesvorstandsmitglied der LINKEN. Bayern, reiht sich die am Montag vorgestellte Studie über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ein in die vielen beängstigenden Recherchen über Rassismus in Bayern: „Wenn in einem Bundesland Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit so grassiert, dann hat das sicherlich nichts mit der Luft in Bayern zu tun. Dann hängt das mit der perfiden Politik der Landesregierung zusammen, die in nahezu jeder Äußerung Feindbilder befeuert. Wenn Gesetzesentwürfe vorgelegt werden, die alle Menschen mit Migrationshintergrund unter Generalverdacht stellen, dann übernehmen dies leider auch manche Menschen in diesem Land. Glücklicherweise zeigen auch immer wieder Menschen in der Unterstützung von Geflüchteten und in dem Kampf gegen das Ausgrenzungsgesetz in Bayern, dass es auch das andere Bayern gibt, ein Bayern der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung, ein Bayern ohne CSU.

Die Ergebnisse der Studie decken sich mit ähnlichen Ergebnissen beispielsweise der 'Mitte'-Studie der Universität Leipzig im letzten Jahr. Damals belegte die Studie, dass in Bayern die Zustimmung an antisemitischen Thesen am höchsten ist. Nun wird deutlich, dass mehr als die Hälfte der in Bayern lebenden Menschen  beispielsweise dem Islam kritisch bis ablehnend gegenüberstehen. Auch gegenüber Langzeitarbeitslosen, Geflüchteten und Queers bestehen Ressentiments. Die Staatsregierung versagt beim Kampf gegen Klischees und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit."