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7. Mai 2018

Drogenkonsumräume

Symbol: Drogenkonsumräume

- Das Sterben in den Hinterhöfen und Bahnhofstoiletten muss ein Ende haben

- Jüngste Studie des Nürnberger Drogenhilfevereins Mudra belegt Hilfebedarf

Im Frühjahr 2018 veröffentlichte die Nürnberger Drogenhilfe mudra e.V. die Ergebnisse einer aktuellen Befragung bezüglich der Notwendigkeit eines Drogenkonsumraums in Nürnberg.

„Die Ergebnisse der Umfrage spreche eine eindeutige Sprache“, kommentiert Uwe Schildbach, Bezirksrat der Partei DIE LINKE, die Ergebnisse dieser Befragung.

Von den 136 schwerstsüchtigen drogenkonsumierenden Personen gaben

87,5 Prozent der Befragten an, dass sie einen Drogenkonsumraum in Nürnberg regelmäßig nutzen würden, 73 Prozent würden diesen sogar täglich aufsuchen.

Das Argument der Staatsregierung, man würde nur einen Bruchteil der User durch Drogenkonsumräume erreichen, „ist eindeutig widerlegt“, betonte Schildbach.

DIE LINKE im Bezirktag von Mittelfranken setzt sich seit Jahren für die Schaffung von Drogenkonsumräumen und eine bessere, psychosoziale Versorgung für Drogenkranke ein.

Es genüge nicht schwerstkranke Drogensüchtige, wie in Nürnberg an der Tagesordnung, von den öffentlichen Plätzen zu vertreiben ist sich Schildbach sicher. „Wir brauchen dringend legale, öffentliche Treffpunkte um diesen Menschen lebensrettende Hilfsangebote machen zu können“ entgegnet er der repressiven Drogenpolitik, die vorherrscht. „Wenn sich die Scene aufgrund des Drucks der Ordnungskräfte ins Private zurückzieht, haben die Hilfeanbieter keinen Zugang mehr zu den Betroffenen“, erklärt der 51 jährige Therapeut aus Ansbach.

Neben sauberen Spritzbesteck, Drug-Checking, usw. können in diesen Räumen auch ärztliche und psychosoziale Hilfsangebote erbracht und in Anspruch genommen werden.

Drogenkonsumräume würden dazu beitragen, das Sterben in den Hinterhöfen und Bahnhofstoiletten endlich zu beenden.