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7. April 2017

Weltgesundheitstag #hunderttausend

MdB Klaus Ernst und Landessprecher Ates Gürpinar

Der Weltgesundheitstag erinnert an die Gründung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 7. April 1948. Jedes Jahr legt die WHO ein Gesundheitsthema mit globaler Bedeutung für diesen Tag fest. Der Weltgesundheitstag 2017 dreht sich um das Thema Depression. Denn immer mehr Menschen leiden unter dieser Erkrankung - darunter auch viele Pflegekräfte. 

Ausgerechnet diejenigen, die anderen helfen, gehören zu den Berufsgruppen mit dem höchsten Krankenstand. Denn es fehlen in deutschen Krankenhäusern rund 100.000 Pflegekräfte. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung leiden Pflegekräfte überdurchschnittlich oft an Muskel- und Skeletterkrankungen, aber auch an Depressionen und anderen psychischen Störungen. Personalmangel im Krankenhaus gefährdet die Gesundheit – die der PatientInnen und der Pflegekräfte.

In den Kliniken muss sich deshalb schnell etwas ändern. DIE LINKE fordert die Einstellung von 100.000 zusätzlichen Pflegekräften. Das ist durch eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkassenbeiträge finanzierbar. Langfristig brauchen wir eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung, in die alle einzahlen – vom Topmanager bis zu Pflegekraft. Im Rahmen ihrer Kampagne „Das muss drin sein!“ gegen prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen macht DIE LINKE am Weltgesundheitstag deutschlandweit mit einer Social-Media-Aktion auf den akuten Pflegenotstand aufmerksam und verleiht ihrer Forderung nach 100.000 zusätzlichen Pflegekräften Nachdruck.