16. Februar 2017

Beschäftigungs- und Standortsicherung bei Opel müssen Priorität haben

„Es ist absolut inakzeptabel, dass hinter dem Rücken der Belegschaften und der Unternehmensvertretung sowie ohne Kontakte zur Politik schon seit Wochen Übernahmegespräche zwischen General Motors und dem PSA-Konzern zum Verkauf von Opel geführt wurden. Dies gilt ganz besonders, weil der französische Staat mit 14 Prozent am PSA-Konzern beteiligt ist. Das oberste Ziel aller nun bevorstehenden Gespräche und Verhandlungen muss sein, Standorte und die Beschäftigung zu sichern. Die Arbeitnehmergremien und Gewerkschaften müssen umfassend informiert und beteiligt werden. Die Opelaner haben schon genug Zitterpartien hinter sich“, kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, die geplante Übernahme von Opel durch den PSA-Konzern. Ernst weiter: „Besonders gut ging es Opel bei General Motors nicht. Aber die Übernahme durch PSA ist nicht automatisch eine Erfolgsgeschichte, sondern mit großen Risiken für die Beschäftigten verbunden. Beide Hersteller bedienen dasselbe Marktsegment. Um die Risiken für die Beschäftigten zu minimieren, sollte die Politik ihren Einfluss geltend machen und die Weichen dafür stellen, dass sich der mögliche neue europäische Konzern zukunftsfähig aufstellt. Das bedeutet, den Schwerpunkt unter anderem auf Elektromobilität zu setzen und so insbesondere auch Arbeitsplätze für die Zukunft zu sichern. Wir erwarten, dass auf den morgigen Betriebsversammlungen in den Opelwerken die Unternehmensleitung ihr Geschäftsmodell umfassend den Beschäftigten erläutert.“