11. Mai 2017

LINKE unterstützt Forderungen der Beschäftigten in Bayern

„Beschäftigte wollen soziale Sicherheit und ein Recht auf geregelten Feierabend. Dass Ministerin Nahles im Rahmen eines Experiments die tägliche Arbeitszeit ausdehnen will, widerspricht den Bedürfnissen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wie die aktuelle Umfrage der IG Metall zeigt“, erklärt Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. „Mit der Möglichkeit, über Tarifverträge Gesetze zu Ungunsten der Beschäftigten zu verschlechtern, stellt Andrea Nahles den Sinn von Tarifverträgen auf den Kopf. Entgrenzung von Arbeitszeit führt nachweislich zu Stress und Überlastung. Auf Kosten der Gesundheit der Menschen darf man keine Experimente machen. Wenn die SPD, wie von Schulz angekündigt, Politik im Sinne der Beschäftigten machen möchte, braucht sie nur den Anträgen der LINKEN zustimmen: Denn die in der Umfrage geäußerten Wünsche der Beschäftigten decken sich mit den Positionen der LINKEN.“ Ernst weiter:

„Zeitsouveränität im Sinne der Beschäftigten und Flexibilität im Sinne der Unternehmen sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Die Stellungnahme des Verbands der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie zur IG-Metall-Umfrage zeigt deutlich: Die Unternehmen wollen ihr Interesse nach permanenter Verfügbarkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegen deren Bedürfnisse nach geregelter Arbeitszeit durchsetzen. Beschäftigte müssen das Recht bekommen, Arbeitszeit in ihrem Sinne gestalten zu können und die Möglichkeit, dieses Recht auch gegenüber den Arbeitgebern durchzusetzen.“