13. Dezember 2012

Der Ausverkauf hat begonnen

Uwe Schildbach

Kommunalunternehmen Bezirkskliniken Mittelfranken:

Schließung der Wäscherei in Erlangen

Hatte der neu berufene Interimsvorstand des Kommunalunternehmens Bezirkskliniken Mittelfranken (KU) Helmut Nawratil, Mitte September gegenüber der Presse noch erklärt:“Grundsätzlich geht es in der aktuellen Situation um eine Weiterentwicklung des Unternehmens in allen Bereichen, nicht um den von Herrn Schildbach befürchteten Ausverkauf“ (NZ 20.09.2012), erfüllen sich indessen die Voraussagen des Linken-Bezirksrats.

In einer aktuellen Pressemitteilung des KU vom 11.12.2012 heißt es dazu:

„In der heutigen Verwaltungsratssitzung der Bezirkskliniken Mittelfranken unter dem Vorsitz von Bezirkstagspräsident Richard Bartsch wurde beschlossen, die Wäscherei der Bezirkskliniken Mittelfranken aus wirtschaftlichen Gründen zum 31.12.2013 zu schließen."

Bezirksrat Schildbach, der schon zum Dienstantritt des neuen Vorstands und dessen Beraterfirma vor einer solchen Unternehmenspolitik gewarnt hatte, sieht sich in seinen Befürchtungen bestätigt:

„Ich finde es beschämend mit welchem blinden Gehorsam der Verwaltungsrat und der Bezirkstagspräsident den Vorschlägen einer privaten Saniererfirma folgt. Kommunales Eigentum, unsere Krankenhäuser und deren Regiebetriebe, dürfen nicht für kurzfristige Erfolge von profitorientierten privaten Beraterfirmen und deren Manager geopfert werden“, so Schildbach.

Schildbach warnt in Folge dessen vor einer Zerschlagung der Bezirkskliniken: „Zuerst werden die Regiebetriebe der Bezirkskliniken abgestoßen, danach wird es mit den medizinischen Bereichen weitergehen.“

Anstatt Einsparungen im Niedriglohnbereich der Wäschedienstleistungen des KU zu erzielen, empfiehlt DIE LINKE, die Beraterverträge des Interimsvorstands und seiner Firma NHX Health AG, auf deren Wirtschaftlichkeit und Honorare zu überprüfen.

Uwe Schildbach, Bezirksrat Mittelfranken