24. Juli 2014

Medienberichte über das IAK Taufkirchen/Vils

ANFRAGE zu den Vorkommnissen im IAK Taufkirchen/Vils

Sehr geehrter Herr Bezirkstagspräsident,

in den letzten Monaten wurde mehrfach über das IAK Taufkirchen berichtet. Es liegen Berichte über Dauerisolationen und Dauerfixierungen bei mehreren Patientinnen vor. Der Vorwurf von Sanktionsmaßnahmen und nicht erfolgter Krankenhausbehandlungen (Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung) steht ebenfalls im Raum.

Einige Beispiele sind:

Der Patient R., der vom 04.10.2011 bis 02.12.2011, 05.12.2011 bis 06.12.2011, 09.12.2011 bis 14.12.2011, 06.01.2012 bis 17.01.2012, und 06.02.2012 bis 16.02.2012 ohne Unterbrechung fixiert und bis zum 17. Juli 2012 fast alle 14 Tage fixiert wurde.

Frau Haselbauer  wurde 25 Stunden fixiert und war dauerhaft im Isolationszimmer.

Frau Ammer befand sich 1 Jahr 3 Monate in Dauerisolation, ohne sozialen Kontakt oder Therapien und wurde in der Isolation immer wieder fixiert.

Es ist zu begrüßen, dass der Bezirk mehr Transparenz schaffen will.

Unklar ist, welche Konsequenzen hier gezogen werden.

Ich bitte daher um Beantwortung folgender Fragen:

-       Welche Untersuchungen gab es seitens des Bezirks zu den Vorwürfen und was wurde bisher unternommen? 

-       Auf welcher Ebene wurden die Vorwürfe geprüft?

-       Wurde das Personal dazu befragt? 

-       Gibt es einen Untersuchungsausschuss? Falls ja, was hat dieser bisher unternommen?

-       Liegen Stellungnahmen des IAK zu den Dauerisolationen vor und wenn ja, kann sie eingesehen werden?

-       Sind personelle oder rechtliche Konsequenzen geplant? Falls nicht, warum nicht?

Mit der Bitte um Antwort verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen

Beate Jenkner

Partei die Linke