6. März 2018

LINKE: Personalnotstand in Kliniken Besorgnis erregend – „Patientenwohl sichern“

Harald Weinberg fordert Rücknahme der Entlassung von Ärzten wegen Gefährdungsanzeige

Am Klinikum Bayreuth schon in der Vergangenheit Behandlungsfehler wegen Personalmangel

Das Klinikum Bayreuth hat vergangene Woche zwei Mediziner der neurologischen Abteilung entlassen. Grund dafür ist laut Berichterstattung der Süddeutscher Zeitung eine Gefährdungsanzeige der Ärzte wegen Personalmangels. Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Harald Weinberg: „Der Personalmangel in den Kliniken ist Besorgnis erregend. In Deutschland muss eine Pflegekraft doppelt so viel Patienten versorgen wie in vielen anderen Ländern Europas.“

Der Nordbayerische Kurier berichtete bereits 2014 über Behandlungsfehlern infolge des Personalmangels und übermüdeter Mediziner am Klinikum Bayreuth[1], erinnert der Gesundheitspolitiker: „Ärzte stehen in großer Verantwortung. Sie können dieser nur gerecht werden, wenn sie frühzeitig auf Gefährdungen der Patienten hinweisen. Daher tut die Klinikleitung in Bayreuth gut daran, die Entlassungen zurückzunehmen.“

Weinberg weiter: „Der Personalnotstand in Krankenhäusern ist lange bekannt. Die halbherzigen Maßnahmen der Bundesregierung sind verpufft. Wir brauchen jetzt rasch eine gesetzliche Mindestpersonalbemessung um das Patientenwohl zu sichern. Pflegebeschäftigte, Ärzte und Klinikleitungen können für dieses Ziel gemeinsam Druck auf die Regierenden in Berlin und München ausüben.

[1] http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/schwere-vorwuerfe-gegen-das-klinikum_281273