Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mit Wut verfolgen wir die Entwicklung in Eurem Unternehmen. Nun, da auch für die Öffentlichkeit deutlich wird, dass die Verzögerungshaltung der Unternehmensleitung nur dazu diente, sich billig und schäbig von (Teilen) der Belegschaft zu trennen, wird diese Wut noch größer.
Als NGG-Gewerkschaftssekretär kenne ich die "Herren" um Herrn Ostendorf. Wir hatten mit ihm vor ca. 1 Jahr in Zusammenhang mit der später erfolgten Insolvenz der Großbäckerei Herrmann in Dettuingen auf der schwäbischen Alb zu tun. Die meisten der dort Betroffenen haben noch immer keinen Arbeitsplatz.
Das Preisdiktat der Discounter, die Ignoranz einer unfähigen Unternehmensleitung und das jahrelange Zögern der Behörden führt nun zur Gefährdung aller über 1000 Arbeitsplätze. Und wieder dasselbe Spiel: diejenigen die am wenigsten dafür können, müssen am Ende die Zeche mit Verlust des Arbeitsplatzes bezahlen.
Wir, die Partei DIE LINKE Bayern unterstützt Euren Kampf um die Arbeitsplätze. Wir wollen auch, dass die wirklich Schuldigen nicht ungeschoren davonkommen. Für uns ist ist das Drama um Müller-Brot auch ein deutlicher Nachweis für das eklatante Versagen von Politik und Behörden. Wir fordern daher auch deren Unterstützung, wenn es im Insolvenzverfahren darum geht möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und bei Bedarf neue zu schaffen. Die Beschäftigten dürfen hier nicht allein gelassen werden und neben dem Verlust des Arbeitsplatzes auch noch auf Abfindungszahlungen verzichten müssen.
Wenn es Möglichkeiten der direkten Hilfe und Unterstützung für uns gibt, dann laßt es uns wissen. Wir versuchen unser Möglichstes.
Mit solidarischen Grüßen an die gesamte Belegschaft
Xaver Merk
Landessprecher DIE LINKE.Bayern