Der erste und einzig anerkannte parteiinterne Zusammenschluss, der sich konkret mit dem Laizismus für eine bessere Demokratie befasst, hat sich durch einen erweiterten Vorstand für kommende Aufgaben vorbereitet. Das Thema ist hochaktuell und wird ebenso heiss wie unsachlich diskutiert. Nach einem einem arbeitsreichen ersten Halbjahr will sich die LAG Laizismus Bayern in der Partei DIE LINKE öffentlich und parteiintern verstärkt für den Laizismus mit einer konsequenten Trennung von Staat und Religion als ein Fundament unserer Demokratie einsetzen.

Der neue Vorstand der LAG Laizismus Bayern von links nach rechts: Rainer Lindner, Uli Sedlaczek, Günter Greger, Jürgen Lohmüller, Georg Korfmacher
Ein Land, dessen Kanzlerin nur Bürger sehen möchte, die das christlich-westliche Menschenbild akzeptieren, ist noch weit entfernt von einer laizistisch verfassten Demokratie. „Wir brauchen wieder mehr demokratische Debatten, nicht weltanschauliche Gängelung und merkelsche Staatsraison“, so der einhellige Tenor der Vorstände. „Unsere Politiker müssen endlich begreifen, dass Laizismus mit Religionskritik und Kirchentratzen nichts gemein hat“, so der Vorstand Uli Sedslaczek. Laizismus betrachtet vielmehr das Bekenntnis eines Menschen als dessen Privatsache. Demokratische Regeln und Entscheidungen sind von bekenntnisgeprägten Bevormundungen oder Doktrinen frei zu halten. In einer laizistischen Demokratie sind grundsätzlich alle gleichberechtigt und willkommen, die unsere demokratischen Spielregeln beachten. „Unser Staat ist mit den Amtskirchen vielfach und weitgehend undurchsichtig verflochten. Das ist demokratisch nicht vertretbar, schon gar nicht in Anbetracht des radikalen demografischen Wandels in unserer Gesellschaft“, so der Vorstand Günter Greger. Die LAG Laizismus ist bereit für einen langen Weg hin zu einer humanistisch geprägten Demokratie, in der sich alle Menschen guten Willens gut aufgehoben fühlen können.
Die Neuwahl des Vorstandes war nach dem Austritt eines früheren Vorstandsmitgliedes notwendig geworden und wurde gleichzeitig zur Verstärkung der Aktivitäten genutzt.