Zum nun schon traditionellen Sommerfest im KV MainRhön in Unterfranken war Klaus Ernst am 18. Juli in Rödelmaier (Bayern) eingeladen. Trotz schlechtem Wetter kamen zahlreiche Freundinnen und Freunde sowie Interessierte zu Livemusik und Statements, zu Gegrilltem und Gesprächen.
Gerade hier -in der Nähe von Bad Neustadt (Saale), Sitz von Siemens SIS -formierte sich nach der Androhung von Siemens im Januar 2010, 850 von 2.000 Beschäftigten zu entlassen, ein breiter Protest in der Region. Neben der IG Metall beteiligten sich LINKE, Kirchen, Gewerkschaften und Parteien gegen die Kürzungspläne. Letztlich protestierten hier im März 2010 7.000 Menschen, darunter viele Schülerinnen und Schüler, für den Erhalt von Arbeits-und Ausbildungsplätzen.
Daran knüpfte Klaus an, als er in seinem Statement ein Resümee von vier Jahren DIE LINKE zog: gerade für eine strukturschwache Region sind gute Jobs, Ausbildungsplätze und Arbeit von der man sich und seine Familie ernähren kann, aktueller denn je. Klaus Ernst setzte mit seiner gewohnt kämpferischen Rede friedens-und sozialpolitische Akzente. Er weiß, wovon er redet, wenn er die Solidarität der regionalen Unternehmen mit dem Kampf der Siemensianer lobt – er kann sie nicht mehr als IG Metall Bevollmächtigter, dafür aber als Parteivorsitzender unterstützen.
Eva Mendl, Landessprecherin der bayerischen LINKEN und stellvertretende Kreissprecherin des Kreisverbandes MainRhön, ist davon überzeugt, dass die Zunahme von Leiharbeit und prekärer Beschäftigung auch in Bayern nicht so leicht vonstatten gehen würde, gäbe es eine wirkliche Opposition im bayerischen Landtag. Um 2013 ins Maximilianeum zu kommen, muss DIE LINKE in Bayern stärker werden. Sechs LINKE bayerische Bundestagsabgeordnete und mehr als 40 kommunale Mandatsträger in den Städten, Kreisen und Gemeinden zeigen, dass auch in Bayern eine linke Alternative möglich ist.
