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13. Oktober 2010 Aus Bayern

Solidarität mit Hajo Ehnes

Liebe Genossinnen und Genossen,

unser Genosse, Freund und Koll. Hajo Ehnes braucht unsere Unterstützung!

Die Leitung der Uniklinik Erlangen will ihn fristlos entlassen. Hajo ist bei den Koll. in der Uniklinik und bei Verdi bekannt als konsequenter Vertreter der Interessen der Beschäftigten in der Uniklinik. Nicht zuletzt deswegen war Hajo als Direktkandidat der LINKEN bei den Landtags- und Bundestagswahlen erfolgreich. Aber auch bei der Kommunalwahl hat Hajo's Kandidatur und Einsatz zum guten Ergebnis der Erlanger Linke beigetragen.

Deswegen und zur Verteidigung der Demokratie, zu der kritische Personalräte unbedingt dazu gehören, habe ich mich mit anhängendem Schreiben an die Direktion der Uni- Klinik Erlangen gewandt.

Herzlichst
Eva Mendl

Solidaritätsschreiben


Deutsches Volkslied: „Auf einem Baum ein Kuckuck...
Sim sa la bim... da kam ein junger Jäger und schoss den armen Kuckuck tot

Der Kuckuck symbolisiert die Freiheit und den Widerstand, der Jäger verkörpert den absolutistischen Herrscher, der die Freiheitsgedanken unterdrücken, gar ausmerzen möchte. Doch die Wünsche nach Freiheit kommen immer wieder.

Solidarität mit Hajo Ehnes

Wir erklären uns solidarisch mit dem Personalratsvorsitzenden der Uniklinik Erlangen, Hajo Ehnes. Wir verurteilen die beabsichtigte und völlig ungerechtfertigte fristlose Kündigung, die gegen den ausdrücklichen Willen des dortigen Personalrats ausgesprochen wurde und fordern die sofortige vollständige Rücknahme dieser Kündigung.

Wie kein anderer setzte sich Hajo Ehnes, seit 1984 an der Uniklinik in Erlangen beschäftigt, für die Interessen der Beschäftigten des Universitätsklinikums Erlangen ein. Seiner Zivilcourage, seinem Mut und seinem jahrzehntelangen kämpferischen persönlichen Einsatz zollen wir den größten Respekt. Gewerkschaftlich engagierte Genossinnen und Genossen eines Schlages wie Hajo Ehnes, sind heute wichtiger denn je. Sein unermüdlicher Kampf für die Interessen der Arbeitnehmer, in einem immer brutaler werdenden kapitalistischen und unsolidarischen Gesundheitssystem, welches die Verteilungskämpfe auf den Rücken der Beschäftigten und Patientinnen und Patienten austrägt, haben ihn zum Angriffsziel der profitorientierten Erlanger Klinikumsleitung gemacht.

An Hajo Ehnes soll ein Exempel statuiert werden. Kritische und gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte und ihre Personalvertretungen sollen verunsichert und entfernt werden. Der Widerstand der Beschäftigten gegen Lohndumping, Personaleinsparungen, Outsourcing und Privatisierung soll mundtot gemacht werden. Hajo Ehnes, als Symbolfigur gewerkschaftlichen Widerstands, soll einer der Ersten sein, weitere werden folgen sollten wir diesem Vorhaben keinen Strich durch die Rechnung machen.

Wir werten das Agieren der Erlanger Klinikumsleitung, als einen Angriff auf die Beschäftigten des Gesundheitssystems und auf die gesetzlich festgelegten Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmervertretungen. Dagegen werden wir unseren Widerstand organisieren.

Solidarität mit Hajo Ehnes!

Uns kann keiner mundtot machen... „Sim sa la bim, bam ba, sa la du, sa la dim...
...da war der Kuckkuck wieder da...

Mit solidarischen Grüßen,

DIE LINKE im Bezirkstag Mittelfranken
Bezirksrat Uwe Schildbach

DIE LINKE im Kreistag Weißenburg – Gunzenhausen
Kreisrat Heinz Gruber

DIE LINKE Kreisverband Ansbach/Weißenburg – Gunzenhausen
Erkan Dinar, Ramona Tax, Victor Rother, Nicole Frank, Stefan Still, Peter Gramm

Solidaritsadresse als pdf