Mitgliederrundbrief zum ersten Mai 2020

 

Liebe Genossinnen, liebe Genossen,

es war zunächst schwer, in Wochen der Isolierung in der krisenhaften Zeit mit Forderungen gehört zu werden. Einige unserer Forderungen dringen dennoch langsam durch – und finden Unterstützung bei der Bevölkerung: „Systemrelevanz“ schlägt sich nicht im Lohn nieder und das muss schnellstmöglichst geändert werden.
Viele Menschen bringen die Auswirkungen und Maßnahmen zu Corona an den Rand ihrer Existenz oder vernichten sie. Gleichzeitig gibt es Profiteure dieser Krise, die wiederum sollen bislang nicht zur Kasse gebeten werden. Wir treten dafür ein, dass endlich Fakten in die richtige Richtung geschaffen werden!

Vor allem wird sich die Krise auf die Beschäftigten auswirken. Dafür braucht es Konzepte, um neue nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen und genau diese Investitionen zu stärken. Es darf kein Weiter so geben.
DIE LINKE streitet auf allen Ebenen für eine Stärkung der Beschäftigten. Wichtig ist dabei aber auch – und dies nicht nur zum 1. Mai –, dass wir uns auch selbst in den DGB-Gewerkschaften organisieren. Daher bitten wir euch, wenn ihr dies noch nicht getan habt: Tretet ein in die Gewerkschaft. Sagt es weiter. Wenn ihr Fragen habt, welche Gewerkschaft für euch zuständig ist, helfen wir.
Der DGB wird den 1. Mai an diesem Tag online feiern: dgb.de/erster-mai-tag-der-arbeit. Schaut gern rein.

Direkt nach dem 15. März wurde die Corona-Krise nicht nur in Bayern Dauerthema. Das hat uns leider nicht die Möglichkeit gegeben, in den vielen Kreisen mit unseren Erfolgen in der Kommunalwahl anzustoßen und die Ergebnisse entsprechend zu reflektieren.
Falls ihr vor Ort Mittel und Wege der Kommunikation sucht, wendet euch hierzu gern an uns. Was durchaus spannend ist, dass viele Veranstaltungen, die nicht mehr tatsächlich stattfinden können, nun online zu sehen sind. Wenn ihr Lust habt, schaut rein: die-linke.de/start/termine.
Auch wenn die Vorkehrungen teils gelockert werden: Von Normalität wird noch lange keine Rede sein. Die Krise beginnt erst jetzt. Wir versuchen, unter die-linke.de sowie auf unserer bayerischen Homepage: die-linke-bayern.de euch mit Informationen zum Thema auf dem Laufenden zu halten.

Am 8. Mai feiern wir zum 75. Mal den Tag der Befreiung. Gleichzeitig müssen wir feststellen, dass die Ausgaben für Waffen ausgerechnet in Deutschland mal wieder steigen. Dies darf nicht sein. Esther Bejarano, eine Auschwitz-Überlebende, hat eine Unterschriftenkampagne gestartet. Wir möchten euch bitten, Sie zu unterzeichnen:
Petition: 8. Mai zum Feiertag machen. Was 75 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss.

Bleibt gesund, passt auch auf euch auf, und lasst uns weiter dafür streiten, dass sich die Schwächeren in dieser Gesellschaft organisieren und wir gemeinsam stärker werden.

Mit solidarischen Grüßen

Eva Bulling-Schröter und Ates Gürpinar

 
 

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