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Bayerische LINKE unterstützt Betriebsrat gegen die Massenentlassung bei Infinera

Gestern besuchten Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag und der Landessprecher der bayerischen LINKEN, Ates Gürpinar, den Betriebsrat von Coriant/Infinera in München. Sie informierten sich über die angedrohte Massenentlassung am Standort. Susanne Ferschl erklärt: "Es ist unfassbar! Infinera will 163 Kolleg*innen entlassen - oder gar alle 224, falls der Betriebsrat nicht bis Ende September einer Namensliste zustimmt, mit der die Teilschließung des Betriebs im Sinne des Arbeitgebers umgesetzt werden kann. Keine Frage, dass wir es hier mit einer miesen Erpressung zu tun haben. Ich war selbst 20 Jahre Betriebsrätin und weiß, in welch schlimmer Situation sich die Betriebsräte hier in München befinden." Ates Gürpinar ergänzt: "Hier ist Solidarität gefragt. Die Kolleg*innen haben eine Online-Petition gestartet. Die Unterstützung der bayerischen LINKEN ist ihnen sicher!"

2018 hatte Infinera den aus dem ehemaligen Siemens-Bereich Optische Netze hervorgegangenen Konkurrenten Coriant übernommen. Im Januar 2019 verkündete Infinera zuerst die Schließung des Produktionsstandorts in Berlin mit 400 Beschäftigten und dann im Juli die Entlassung von mindestens 75% der Beschäftigten am Forschungs- und Entwicklungsstandort München. Ates Gürpinar fasst zusammen: "Ein US-amerikanisches Unternehmen kauft einen Konkurrenten, entlässt die Kolleg*innen in Deutschland und verlagert die Arbeitsplätze nach Thailand und anderswo: All das ist hier nach wie vor unter der Überschrift Globalisierung möglich."

Einer der Kunden von Infinera ist die Regierung. Ferschl: "Deshalb haben wir als LINKE im Bundestag Anfang dieses Jahres Auskunft von der Bundesregierung gefordert, ob die Auslagerung der Fertigung sensibler IT-Netzwerkkomponenten ins Ausland die Netzwerksicherheit der Bundesbehörden gefährde. Wir werden nun nochmals den Sachstand prüfen.  Dabei geht es auch um die Frage, ob die Übernahme von Coriant durch Infinera vom Bundeswirtschaftsministerium aktuell begutachtet wird."

Ulrich Kleiner, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Coriant/Infinera zeigt sich dankbar für den Besuch: "Wir in München können jede Unterstützung gut gebrauchen. Wir werden mit der LINKEN in Kontakt bleiben und auch weiterhin versuchen, Unterstützung bei der Politik zu gewinnen, um sozialverträglichen Lösungen für unsere Kolleginnen und Kollegen zu erreichen."

www.openpetition.de/petition/online/coriant-infinera-massenentlassungen-bei-frueherem-siemens-bereich-in-muenchen-verhindern


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