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Susanne Ferschl, Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstands

Bayerischer Arbeitsmarkt ist nicht robust

In Bayern stieg die Zahl der Arbeitslosen im März im Vergleich zum Vorjahr um knapp 30 Prozent. Dies geht aus den neuen bayerischen Arbeitsmarktzahlen hervor. Susanne Ferschl, bayrische Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag kommentiert: "Der bayrische Arbeitsmarkt ist nicht robust, die Krise hinterlässt auch im Freistaat ihre Spuren."

Die Bundesregierung hat die Sonderregelungen beim Arbeitslosengeld über den Jahreswechsel nicht verlängert und lässt so allein in Bayern mehrere zehntausend Beschäftigte im Regen stehen. "Die Verzweiflung nimmt zu. Mich erreichen regelmäßig Zuschriften von Menschen, die in der Krise ihren Arbeitsplatz verloren haben und jetzt vor einer ungewissen Zukunft stehen. Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld endet und sie haben inmitten der dritten Pandemiewelle keine Aussicht auf eine neue Beschäftigung. Die Menschen brauchen jetzt Hilfe und zwingend eine soziale Brücke über die Zeit der Pandemie. Die Überwindung von Arbeitslosigkeit muss Priorität haben."

DIE LINKE fordert, den um drei Monate verlängerten Bezug von Arbeitslosengeld I auch 2021 fortzuschreiben und das Arbeitslosengeld grundsätzlich zu verbessern, so dass es früher greift und Beschäftigte länger absichert. Das Kurzarbeitergeld muss auf 90 Prozent angehoben und als Untergrenze ein Mindestkurzarbeitergeld von 1.200 Euro eingeführt werden. Flankierend braucht es endlich wirksame Hilfen für die Ärmsten: einen ehrlich gerechneten Regelsatz von 658 Euro plus 100 Euro als  monatlichen Pandemiezuschlag.


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