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Eva Bulling-Schröter, Landessprecherin

Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen: Max Straubingers Schuldzuweisungen sind eine bodenlose Frechheit

Eva Bulling-Schröter

Eva Bulling-Schröter, Landessprecherin der LINKEN in Bayern, findet scharfe Worte für die Aussagen von CSU-Landwirtschaftspolitiker Max Straubinger: „Straubinger versucht, die Schuld an den Ausbrüchen von Corona im Fleischereibetrieb in Bogen auf die Schwächsten abzuwälzen. Das ist eine bodenlose Frechheit. Er sollte sich schämen. Mit seiner Unterstellung, die Arbeiter*innen seien selbst an den Infektionen in den Schlachthöfen schuld, tritt er genau nach denen, die zuvor zu Hungerlöhnen mit prekären Beschäftigungsverhältnissen über Subunternehmer nach Bayern kamen. Sie halten die Fleischindustrie nicht nur während der Krise am Laufen. Es ist nur schwer vorstellbar, unter welchem psychischen Druck die Arbeiter*innen die letzten Wochen leben mussten. Ständig in der Angst, sich und andere mit Corona anzustecken, während sie trotz steigender Neuinfektionen in den Betrieben weiterarbeiten mussten. Gemeinsam wohnend in Sammelunterkünften, die das Einhalten von Schutzmaßnahmen zu großen Teilen unmöglich machten. Nun müssen sie sich auch noch bieten lassen, dass ein bayerischer Landwirtschaftspolitiker ihnen die Schuld für das Versagen der Unternehmen zuschieben will und sich öffentlich dafür ausspricht, die unsägliche Praxis der Werksverträge in der Fleischindustrie fortzuführen.

Die Konsequenz aus den Vorfällen ist jedem und jeder außer Straubinger klar. Wir brauchen keine Schuldzuweisungen an die Verlierer*innen dieser Tragödie, sondern faire Arbeitsverträge und verbindliche Mindeststandards in den Unterkünften der Arbeiter*innen. Zusätzlich müssen humane Standards für Mensch und Tier eingeführt werden, die nicht am Profit orientiert sind. Alles andere lässt darauf schließen, dass der Herr nichts verstanden hat und auch nichts verstehen will. Oder noch schlimmer: er nimmt die Zustände bewusst in Kauf."


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