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Eva-Maria Schreiber, MdB

Kampf gegen Tuberkulose intensivieren - Zugang und Bezahlbarkeit von Medikamenten sichern

DBT/Inga Haar
Eva Schreiber

"Die schnelle weltweite Ausbreitung der Infektionskrankheit Covid-19 zeigt die Herausforderungen, vor denen die globale Gesundheitspolitik steht. Statt nationalistischer Alleingänge ist die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Krankheit das Gebot der Stunde. Viren und Bakterien machen nicht vor Grenzen halt und gefährden Menschenleben weltweit. Hier darf die tödlichste aller Infektionskrankheiten, die Tuberkulose, nicht vergessen werden. Obwohl die tödliche Lungenkrankheit allgemein gut behandelbar ist, erkranken jährlich etwa zehn Millionen Menschen und rund 1,5 Millionen erliegen ihr. Betroffen sind überdurchschnittlich ärmere Länder", erklärt Sylvia Gabelmann, für die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Unterausschuss für Globale Gesundheit, mit Blick auf den Welttuberkulosetag am 24. März.

Eva-Maria Schreiber, für die Fraktion Obfrau im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung betont: "Corona sollte uns allen vor Augen führen, wie verletzlich Menschenleben sind. Die Entwicklung von Impfstoffen und Arzneimitteln darf nicht nur auf den Bedarf der Industrienationen schauen, sondern muss sich ebenso den Krankheiten widmen, die nur auf der Südhalbkugel verbreitet sind. Eine zentrale Voraussetzung für die Pandemiebekämpfung sind starke öffentliche Gesundheitssysteme weltweit. Die Umsetzung des Menschenrechts auf Gesundheit sollte zum Kern der Entwicklungszusammenarbeit und finanziell nicht weiter vernachlässigt werden.

DIE LINKE fordert eine deutliche Aufstockung der Gelder für eine öffentlich finanzierte Pharmaforschung, insbesondere für Tuberkulose und Antibiotikaresistenz. Deutschland muss endlich die WHO-Empfehlung, nach welcher die Staaten mindestens 0,1 Prozent des Bruttonationalprodukts für internationale Gesundheitsförderung ausgeben sollen, umsetzen. Deutschland zahlt heute nur rund 0,03 Prozent. Zugleich beträgt der Wehretat der Bundesregierung 43 Milliarden Euro, das entspricht 1,3 Prozent. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich gegen länger gültige Patente und exklusive Nutzungslizenzen und für den Zugang sowie die Bezahlbarkeit von Arzneimitteln weltweit einzusetzen."


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