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Lieferkettenkettengesetz dringend erforderlich!

Weltladen Kaufbeuren zu Besuch bei MdB Susanne Ferschl im Abgeordnetenbüro in Kaufbeuren.

Am Tag des 100. Geburtstags des Betriebsrätegesetzes in der Weimarer Republik diskutierten Simone Unsin und Gerd Scholze vom Weltladen Kaufbeuren mit der stellv. Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Deutschen Bundestag, Susanne Ferschl, über das Lieferkettengesetz. Scholze betont, dass die gesetzliche Grundlage für global gerechte und nachhaltige Strukturen, wie auch die Übernahme der Verantwortung von deutschen Unternehmen in den globalen Lieferketten längst überfällig ist. Das Lieferkettengesetz wird im Deutschen Bundestag kommende Woche beraten. Die Einhaltung von Menschenrechten, keine Kinderarbeit, faire Bedingungen, existenzsichernde Preise für die Menschen im Globalen Süden sind Forderungen, die von der Politik über alle Parteigrenzen hinaus immer wieder postuliert werden, aber passiert ist bisher viel zu wenig! 

Ferschl ist dankbar über jeden Druck, der aus der Bevölkerung und aus gesellschaftlichen Gruppierungen kommt, denn sie und ihre Fraktion sind mit diesen Themen im Bundestag schon lange aktiv. Aber sie bedauert, dass diese Forderungen politisch bisher noch nicht durchsetzbar waren. „Unseren Wohlstand dürfen wir nicht auf dem Elend von Menschen aufbauen, die weltweit in den armen Ländern unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten und produzieren – damit muss Schluss sein!“ Sie unterstützt das Lieferkettengesetz. DIE LINKE hat eigenen Antrag dazu eingebracht.Unsin betont, dass alle Weltläden schon seit Jahrzehnten in eigenen Fair-Handels-Strukturen tätig sind und dass die Forderungen schon lange intern durch den Weltladen-Dachverband umgesetzt sind, auch ohne gesetzliche Regelungen. Die beschlossenen Kriterien des „Fairen Handels“ garantieren, dass die Kunden in den Weltläden über ihren Einkauf sehr gute Handels- und Produktionsbedingungen in Ländern des Globalen Südens unterstützen.

Alle Gewinne der Weltläden werden wiederum in gesellschaftliche Bildung und in Projekte in den Herkunftsländern investiert, so Unsin. Die Arbeit in den Weltläden wird zudem fast ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen geleistet, die sich mit großer Freude dafür engagieren.Selbstverständlich war die Zustimmung mit Unterschrift der Abgeordneten Ferschl auf dem mitgebrachten Plakat der „Initiative Lieferkettengesetz“. In dieser Initiative werben die Weltläden, zusammen mit vielen anderen gesellschaftlichen und kirchlichen Gruppierungen, intensiv für diese gesetzliche Verpflichtung. Weitere Infos erhalten alle Interessierten unter www.lieferkettengesetz.de

 


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