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Andreas Wagner, MdB

MdB Andreas Wagner zum Mangel an Triebfahrzeugführer*innen bei der Deutschen Bahn

Foto: Katja-Julia Fischer

In Pressemeldungen der letzten Monate wurde immer wieder über Zugausfälle bei der Deutschen Bahn (DB AG) und ihren Tochterunternehmen wegen eines Mangels an Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern (Lokführerinnen und Lokführern) berichtet. Eine Kleine Anfrage der Linksfraktion an die Bundesregierung beschäftigte sich mit dieser Problematik.

Wie immer bei Antworten der Bundesregierung sollen die Zahlen zeigen, dass es keine Probleme gibt. Allerdings gibt es eine massive Differenz zwischen der Aussage, dass es quasi keine unbesetzten Stellen gibt, aber eine extrem hohe Überstundenzahl pro Personalstelle ausgewiesen wird. Die Einstellungskorridore der Bahn sind also viel zu eng. Im Vergleich zur Bahn mit bis zu 108,4 Überstunden (Stand September 2019) beträgt die Überstundenzahl in Deutschland durchschnittlich "nur" rund 60 Stunden. Zusammengerechnet beträgt die Überstundenzahl bei den Lokführer*innen 1,78 Mio. (errechnet aus der Zahl der Beschäftigten und den Überstunden; Stand September 2019). 

MdB Andreas Wagner, Sprecher für ÖPNV und Fahrradmobilität der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag und Obmann im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, erklärt dazu: 
"Die hohe Zahl von Überstunden deutet nicht nur auf einen erheblichen Personalmangel, sondern auch auf eine enorme Arbeitsbelastung für die Beschäftigten hin. Als Sofortmaßnahme gegen den Personalmangel gehören sämtliche befristeten Arbeitsverträge entfristet und die Zeitarbeit-Beschäftigten in reguläre Arbeitsverhältnisse übernommen. Es ist dringend eine andere Einstellungspolitik für sichere und attraktive Arbeitsplätze bei der Bahn erforderlich.
Ich finde es erfreulich, dass die Zahl der Auszubildenden zur Triebfahrzeugführerin und Triebwagenführer bei der DB AG steigt. Die Tatsache, dass keine Informationen vorliegen, wie viele Auszubildende laut Personalplanung in den nächsten fünf Jahren eingestellt werden sollen, zeigt jedoch, dass es an einer vorausschauenden Personalplanung mangelt."

Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage ist hier abrufbar:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/149/1914950.pdf


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