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Andreas Wagner, MdB

MdB Wagner kritisiert fehlendes Wissen über in Deutschland vorhandene Produktionskapazitäten für FFP2-Masken

Foto: Katja-Julia Fischer

Berlin/Geretsried - In einer schriftlichen Frage an die Bundesregierung wollte der Geretsrieder Bundestagsabgeordnete und Sprecher für ÖPNV der Fraktion DIE LINKE, Andreas Wagner, wissen, wie viele FFP2-Masken monatlich in Deutschland produziert werden können. Die Antwort des Bundesgesundheitsministeriums war allerdings ernüchternd: Der Bundesregierung lägen laut der Ministeriumsantwort keine Informationen über die insgesamt in Deutschland vorhandene Produktionskapazität von FFP2-Masken vor.

Für Wagner ist dieser Zustand der Unwissenheit gut ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie nicht hinnehmbar. Wagner: „Um die Versorgung der Bevölkerung mit sicheren und qualitativ hochwertigen FFP2-Masken gewährleisten zu können, ist es unerlässlich, dass die Bundesregierung einen Überblick über die hiesigen Produktionskapazitäten hat. Aufgrund der Einführung der FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV in Bayern ist der Bedarf an FFP2-Masken deutlich gestiegen und er wird auch noch weiter steigen. Die Bundesregierung muss daher eine langfristige Verfügbarkeit der Masken sicherstellen.“

Die Erfahrungen aus dem Frühjahr vergangenen Jahres, als es zu Engpässen bei der Lieferung von Schutzausrüstung von chinesischen Herstellern kam, zeigen, wie fatal es ist, wenn man sich von ausländischen Anbietern abhängig macht. „So eine Situation darf sich nicht wiederholen! Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass einheimische und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellte Produkte zu günstigen Preisen und mit kurzen Lieferzeiten in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen“, so Wagner.

Der Bundestagsabgeordnete betont, dass die Produktion und Ausgabe der Schutzmasken dem Gemeinwohl in der Pandemiebekämpfung dienen muss. Wagner: „Die Maske darf nicht zum Spekulationsobjekt werden, mit dem Geschäftemacher einen dicken Reibach machen! Vielmehr müssen FFP2-Masken so günstig wie Papiertaschentücher werden und für jeden verfügbar sein. Angemessener Gesundheitsschutz darf nicht zum Privileg Gut- und Besserverdienender werden. Daher müssen FFP2-Masken gratis flächendeckend an Menschen mit geringem Einkommen und Sozialleistungsempfänger wie Arbeitslose und Rentner ausgegeben werden.“


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