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Harald Weinberg (MdB)

Pflege darf nicht krank machen - LINKE fordert gute Arbeit im Gesundheitswesen

Laut einer Umfrage von ver.di gehen 81 % der befragten Beschäftigten des bayerischen Gesundheitswesens davon aus, dass sie unter den bestehenden Bedingungen nicht bis zum gesetzlichen Rentenalter durchhalten können.

Harald Weinberg, MdB aus Bayern und krankenhauspolitischer Sprecher der Linksfraktion, dazu: „Die Ergebnisse der ver.di-Umfrage wundern mich nicht. Die körperliche und psychische Belastung im Gesundheitswesen ist enorm. Dafür erhalten die Pflegekräfte die angemessene Wertschätzung weder auf dem Gehaltszettel noch durch Entlastung. Von den zahlreichen Gipfeltreffen, Absichtserklärungen, Verordnungen und Gesetzesnovellen der Regierung kommt im Arbeitsalltag nichts an. Dabei braucht es bereits jetzt 100.000 Pflegekräfte mehr in den Krankenhäusern und nochmal 100.000 Pflegekräfte mehr in der Altenpflege!

Die Regierung darf diese Probleme nicht auf die lange Bank schieben, sondern muss jetzt handeln. Sonst droht eine weitere Flucht aus dem Pflegeberuf und damit Verschärfung des bestehenden Pflegenotstands. Wir fordern 500 Euro mehr Grundgehalt im Monat, die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch die Einführung einer bedarfsgerechten Personalbemessung sowie die Ausbildung und Einstellung der benötigten Pflegekräfte. Hierfür brauchen wir auch einen Systemwechsel in der Krankenhausfinanzierung: Weg von den Fallpauschalen und hin zu einer bedarfsgerechten und kostendeckenden Finanzierung.“


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