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Jugendpolitische Sprecher im Landesvorstand

Von der Schulbank an die Waffen? – Kein Bock auf Wehrdienst light!

Marius J. Brey und Eva Kappl
Marius J. Brey und Eva Kappl

Der Parteivorstand der CSU hat am Montag ein Positionspapier zur Stärkung der Bundeswehr beschlossen. In diesem findet sich unter anderem die Forderung nach einem acht- bis 12-wöchigen, verpflichtenden “Deutschland-Praktikum”, das bei “staatlichen, sozialen, ökologischen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen oder der Bundeswehr” absolviert werden soll. 

Eva Kappl, jugendpolitische Sprecherin im Landesvorstand der Linken Bayern, sagt zu diesem Vorstoß: „Es ist weder angebracht noch nötig, junge Menschen zu sozialem Engagement zu zwingen, ihr Interesse daran ist längst da. Würden soziale Berufe endlich angemessen vergütet und gäbe es dort vernünftige Arbeitsbedingungen, dann hätten wir hier auch kein Nachwuchsproblem.

Anstatt sich des eigentlichen Problems anzunehmen und ein zukunftsfähiges Konzept für gesellschaftliches Zusammenleben zu entwerfen, sucht die CSU die Lösung lieber in einem schlecht-bezahlten Zwangsdienst für Auszubildende und Studierende.”

Der jugendpolitische Sprecher im Landesvorstand der Linken Bayern und Landessprecher der Linksjugend [‘solid], Marius J. Brey, ergänzt: 

“Die CSU beweist immer wieder, dass sie keine tragfähigen Konzepte für die Zukunft hat, sondern lieber autoritären Ideen des vergangenen Jahrhunderts nachhängt. Während unsere Gesellschaft die Vorstellung von der Armee als “Schule der Nation” glücklicherweise längst überwunden hat, scheint die CSU die Aussetzung der Wehrpflicht noch immer nicht verkraftet zu haben. 
Das “Deutschland-Praktikum” ist nichts anderes als der Versuch der Einführung einer “Wehrpflicht light” durch die Hintertür. Wir brauchen keine neuerliche Zwangsrekrutierung für die Bundeswehr, sondern den Abschied von globalen Ambitionen, Auslandseinsätzen und ein Ende der Verquickung mit den Interessen der Rüstungsindustrie. 

Statt den Spenden dieser Rüstungskonzerne überholte Ideen aus der Mottenkiste folgen zu lassen, sollte die CSU endlich jene Berufe stärken, die unsere Gesellschaft tagtäglich am Laufen halten. Aber wo keine Lobby, da keine Bundesregierung, die handelt.”


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